Derzeit interessiert Rapid eigentlich nur das Wiener Derby am Sonntag beim Erzrivalen Austria, das ein Wiener Schiedsrichter (Julian Weinberger) leiten wird. Aber zudem ist auch der mögliche Gegner im Achtelfinale der Conference League am 6. und 13. März ein Thema. Vier sind möglich: Drei Gegner des LASK in der Ligaphase, Vikingur Rekjavik, Bosniens Meister Borac Banja Luka und Olimipija Laibach sowie Panathinaikos, die Grün-Weißen aus Athen, sind möglich. Nach den Hinspielen der Play Offs am Donnerstag sieht es trotz 1:2 in Reykjavik nach Panathinaikos aus. Borac Banja Luka bezwang Olimpija Laibach durch ein Tor des Ex-Tirol-Legionärs Sandi Ogrinec in der Nachspielzeit 1:0 (0:0), aber da ist noch alles möglich. Sicher werden bei den Retourspielen in Athen und Laibach Spione von Rapids Trainer Robert Klauß auf der Tribüne sitzen werden.
Panathinaikos gilt als der schwerste der möglichen Rapid-Gegner. Aber mit dem 1:2 waren die Griechen gut bedient. Denn ihr Tor erzielten sie erst in der Nachspielzeit aus einem Elfmeter. Vikingur kann auch auswärts gut verteidigen, wie das Unentschieden im Dezember in Linz bewies. Borac Banja Luka und Olimpija Laibach feierten gegen den LASK Heimsiege, Donnerstag fiel das einzige To erst in der Nachspielzeit. Laibach spielte ab der 52. Minute, nach der roten Karte für den in Vöcklabruck geborenen Flügelstürmer Raul Florucz, der sich vor sechs Jahreen von den LASK Juniors verabschiedet hatte, mit zehn Mann. Borac vergab nach 86 Minuten durch Torjäger Dorde Despotovic einen Elfmeter, fünf Minuten später traf Ogrinec. Kapitän der Sieger ist mit Srdjan Grahovac ein Ex-Rapidler. Die Sensation in der Conference League gelang Heidenheim beim dänischen Tabellenführer FC Kopenhagen, der im Dezember bei Rapid 0:3 verlor, mit einem 2:1 nach 0:1-Pausenrückstand. Dabei waren mit Paul Wanner, der mit einem Freistoß den Ausgleich zum 1:1 vorbereitete, und dem eingewechselten Matthias Honsak zwei Österreicher beteiligt. Von Schonung für den deutschen Abstiegskampf war bei Heidenheim keine Spur.
In der Europa League war es kein guter Abend für Ex-Rapider: Stefan Schwab verlor mit PAOK Saloniki daheim nach 1:0-Pausenführung gegen FCSB Bukarest noch 1:2. Mit zehn Mann, weil praktisch mit der Pausenpfiff der brasilianische Stürmer Taison wegen Reklamierens die zweite gelbe Karte bekam, daher ausgeschlossen wurde. Yusuf Demir wurde beim unerwartet klaren 1:4 (1:2) von Türkeis Meister Galatasaray Istanbul in Holland bei Alkmaar nach 71 Minuten eingewechselt, da führte Alkmaar bereits 4:1. Bei den Siegern ebenfalls ein Ex-Rapidler als Joker zum Zug: Verteidiger Denso Kasius. Der Salzburger Schiedsrichter Sebastian Gishammer entschied das Match zwischen Twente Enschede und Bodoe Glimt aus Norwegen mit einem Elfmeterpfiff in der 94. Minuten. Twente gewann 2:1.