Fußball

Rapids dritte „Systemübung“ endet mit erster Niederlage

Die Austria freut sich vor dem sechstägigen Trainingslager in Loipersdorf am zweiten zweistelligen violetten Torfestival in der Vorbereitung gegen unterklassige Gegner. Bright Edomwonyi gelangen Freitag beim 11:0 (3:0) in Bad Erlach drei Tore. Rapid benutzt seine Tests, um ein neues System zu erproben. Trainer Didi Kühbauer (Bild oben) stellt derzeit vom gewohnten 4-2-3-1 auf ein 3-5-2 mit drei Innenverteidigern um, was bei St. Pölten zu seiner Zeit so gut funktionierte, dass die Niederösterreicher sensationell auf Platz zwei kamen. Bei Rapid braucht es noch seine Zeit. Im dritten Test gab´s das erste Lehrgeld, sprich die erste Niederlage. Auf der Fahrt ins Trainingslager nach Bad Zell im Mühlviertel blieb Rapid in Melk stehen, verlor zum 100. Geburtstag des SC Melk im Schuberth-Stadion gegen Bohemians Prag mit 2:3 (0:1).

Prickelnd war das Match gegen den Elften der tschechischen Liga, den Stammklub der Rapid-Legende Antonin Panenka nicht gerade. Halt ein tyipsches Vorbereitungsspiel, bei dem Neuerwerbung Taxiarchis Fountas nach seiner Schulteroperation zur Sicherheit noch nicht eingesetzt wurde, ebenso Mario Sonnleitner wegen Adduktorenproblemen weiter fehlte.  Rapid begann mit  Max Hofmann, Christopher Dibon und dem Kroaten Mateo Barac, der eigentlich auf der Verkaufsliste steht  im Abwehrzentrum, mit Neuerwerbung Thorsten Schick und Marvin Potzmann statt des geschonten Boli Bolingboli auf den Außenpositionen, mit Aliou Badji und Andrija Pavlovic, mit dem man auch nicht mehr unbedingt plant, als Spitzen. Nach 62 Minuten tauschte Kühbauer bis auf Srdjan Grahovac und Barac, den man einfach „herzeigen“ muss, um vielleicht Interessenten anzulocken, alle Feldspieler. Danach waren der 18jährige Leo Greiml, Grahovac und Barac die Innenverteidiger, kamen auch die Youngsters Nicholas Wunsch und Kelvin Arase zum Einsatz. Rapid kassierte zwei Kopftore zum 0:2, erzielte im Finish durch Christoph Knasmüllners Lupfer nach Doppelpass mit Arase wenigstens das attraktivste Tor der flauen Begegnung.  Die vierte Rapid-Systemübung wird es nächsten Samstag auf der Heimfahrt von Ba Zell geben.  Mit Jablonec wartet in Bad Wimsbach wieder ein tschechischer Gegner.

Aufgelöst ist inzwischen den Vertrag mit dem seit zweieinhalb Jahren dauerverletzten Kroaten Ivan Mocinic. 2016 war der Mittelfeldspieler mit mehr als drei Millionen Euro der teuerste Einkauf der Klubgeschichte, eine schwere Knorpelverletzung im Knie verurteile ihn ab Frühjahr 2017 zum Zuschauen. Der Vertrag wäre bis 2020 gelaufen. Daher kostete die Trennung wahrscheinlich eine „Abfertigung“. Auch nur mit einem Tor Unterschied verlor der Wiener Sportclub seinen „Test“ gegen Schottlands Triplesieger Celtic Glasgow. Beim 1:2 (0:0) vor 4682 (!) Zuschauern in Dornbach ging der Regionalligaklub sogar in Führung. Das war Rapid in Melk gegen Bohemians Prag nicht gelungen.

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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