Fußball

Kleiner Eingriff bei Strebinger: Rapids Tormann im 329. Derby heißt Knoflach

Die große Sicherheitsbesprechung für das 329. Wiener Derby  ergab eine neue Route für den Anmarsch der Rapid-Fans über die Tangente, die so neu auch nicht wieder ist. Sie galt nach den schlechten Erfahrungen vom 328. Derby im letzten Dezember bereits seit dem Frühjahr für die Fans der Gästemannschaften, die in die Generali-Arena kamen. Wie etwa für die des LASK oder von Sturm Graz. Jetzt erstmals für die grün-weißen. Einen gemeinsamen Treffpunkt von ihnen für den „Marsch auf Favoriten“ gab es anderes als gewohnt zumindest bis zum Mittwoch nicht.

Sonstige Neuigkeiten für das Heimspiel des Siebenten gegen den Sechsten der Liga? Rapid beorderte wegen der Ausfälle seinen Kooperationsspieler Kelvin Arase  aus Ried zurück. Da Richard Strebinger nach seinen Kreislaufproblemen vom letzten Samstag noch nicht wieder trainiert, kann man davon ausgehen, dass der Tormann am Sonntag Tobias Knoflach heißen wird. Strebinger wird sich in der  Länderspielpause einem kleinen Eingriff über den Leistenkanal unterziehen, damit sich Herzrhythmusstörungen wie letzten Samstag nicht mehr wiederholen.

Für den 25jährigen Knoflach bedeutet das Wiener Derby kein Neuland: Im Frühjahr 2017, als er vorübergehend die Nummer eins bei Grün-Weiß war, bestritt er zwei über die volle Distanz. Am 12. Februar 2017 im Happel-Stadion, als er den Ausgleich zum 1:1 erst in der Nachspielzeit kassierte. Und am 23. April 2017 in Hütteldorf, als es eine 0:2-Niederlage setzte. Im Oktober 2017 ließ ihn der damalige Trainer Goran Djuricin im Cup-Achtelfinale gegen den Erzrivalen ran. Da genoss Knoflach im Happel-Stadion den 2:1-Sieg. Sonntag wird es  Knoflachs erstes Derby im Austria-Stadion.

Diese Saison kam Knoflach bereits zu drei Einsätzen. Sieg gab es dabei aber keinen: Bei der 0:2-Startniederlage gegen Red Bull Salzburg kam er vor der Pause nach Salzburgs Führung, bei der Strebinger eine Gehirnerschütterung erlitt. Im Finish bezwang ihn Salzburgs Japaner Masaya Okugawa (Bild oben), aber da konnte man ihm keinen Vorwurf machen. Beim 2:2 in St.Pölten spielte er durch. Schuldlos bei den Toren, aber mit einigen Fehlern, wenn er den Ball mit dem Fuß spielte. Der  kaum zu einem Mitspieler. Dabei hatte im Frühjahr 2017 der damalige Trainer Damir Canadi den nur 1,83 Meter großen Knoflach zur Nummer eins gemacht weil er seiner Ansicht nach der beste Fußballer unter  Rapids Torhütern Fußballer ist. Beim 1:2 gegen LASK trug Knoflach keine Schuld am späten Siegestreffer der Linzer.

Eigentlich hätten ja sowohl Austria als auch Rapid nach den bisherigen Erfahrungen in dieser Saison Bedarf an personellen Nachbesserungen. Doch da gab es weder von Violett noch von Grün-Weiß Andeutungen. Da liegen Sportvorstand Peter Stöger und Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic auf einer Linie: Sie arbeiten im Stillen, wobei Rapid derzeit nach dem Verkauf von Mert Müldür  mehr finanzielle Ressourcen als der Erzrivale hat. Man könnte es auch so sehen: Bei Austria gibt´s derzeit keinen Spieler, für den man so viele Millionen wie für Müldür bekommen würde.

Überhaupt tut sich in der ganzen Liga in den letzten Tagen der Übertrittszeit relativ wenig. Die Nachricht, dass Markus Lackner auf Leihbasis von Sturm Graz zu Admira zurückkehrt, wird keinen vom Hocker reißen. Der Defensivallrounder war vor einem Jahr den umgekehrten Weg gegangen, wurde dann aber von einer hartnäckigen Schambeinentzündung eingebremst. Die Probleme sind jetzt beseitigt. Vor allem dank des bekannten Salzburger Physiotheraeuten Franz Leberbauer, dem bei Lackner ähnliches gelang wie beim ehemaligen Frankfurt-Torjäger Sebastien Haller oder bei Leipzigs schwedischem Star Emil Forsberg.

Foto: Gepa/Wien Energie.

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