Fußball

Wie mit Austria: Bjelica, Dilaver und Leovac in Champions League

Was ihnen vor sechs Jahren mit der Austria gegen Dinmao Zagreb gelungen war, schafften sie jetzt wieder mit Kroatiens Meister: Den Sprung in die Champions League! Darüber konnten Trainer Nenad Bjelica, Emir Dilaver und Marin Leovac Dienstag Abend im norwegischen Trondheim jubeln. 1:1 bei Rosenborg nach dem 2:0 in Zagreb, das reichte. Wobei Bjelica mit dem Eintausch von Arner Gojak ein glückliches Händchen hatte: Fünf Minuten später sorgte der mit einem Traumtor für den Ausgleich, der alles klar machte. Der Jubel war groß.

Im Austria-Dress hatte 2013 Leovac den größeren Anteil als Dilaver an der bisher einzigen Champions League-Teilnahme der  Austria. Denn der Linksverteidiger war einer der Torschützen beim 2:0 in Zagreb gewesen, Dilaver blieb in beiden Partien, auch beim 2:3 in Wien, auf der Bank. In den Gruppenspielen kam er aber zu zwei Einsätzen über die volle Distanz. Bim 1:1 in Porto und beim abschließenden  4:1 gegen Zenit St.Petersburg im Happel-Stadion.  Nach acht Monaten trennten sich die Wege des Trios: Austrias damaliger Sportvorstand Thomas Parits entließ im Februar 2014 Bjelica, im Sommer darauf übersiedelte der im bosnischen Tomislavgrad geborene Dilaver nach Budapest zu Ferencvaros, wo er unter dem deutschen Trainer Thomas Doll einmal das Double gewann, zweimal Cupsieger wurde. 2017 wechselte er zu Lech Posen. Als Wunschspieler des Trainers, der Bjelica hieß.  Seine zweite Station nach der Austria. Im Frühjahr darauf löste Bjelica mitten in im kroatischen Titelkampf bei Tabellenführer Dinamo den ehemaligen Salzburg-Legionär Nikola Jurcevic als Trainer ab, holte den Titel. Eine Neuerwerbung hieß danach auf seinen Wunsch Dilaver (Bild oben)  Die Ablöse betrug 800.000 Euro. Nur 300.000 kostete Leovac, der von Paok Saloniki kam. Auch er hatte 2014 Austria verlassen, zunächst nach Rijeka.

Vor einem Jahr waren Bjelica, Dilaver und Leovac im Play-off etwas unglücklich am Schweizer Meister Young Boys Bern gescheitert, danach in der Europa League bis ins Achtelfinale gekommen, in dem  Benfica Lissabon die Endstation bedeutete. Der Meistertitel war kein Problem, jetzt stehen sie in der Königsklasse: Dilaver mit 27 Jahren, Leovac mit 31.  Vor Rosenborg Trondheim eliminierten sie Dilavers Ex-Klub Ferencvaros, siegten in Budapest 4:0. Der große Name bei Dinamo ist der in Barcelonas Nachwuchsakademie ausgebildete Dani Olmo, der zu Spaniens U 21-Europameistern gehört, beim 2:0 im Finale gegen Deutschland ein Tor erzielte. Dann kommt der populäre Tormann Dominik Livakovic, der jetzt doch nicht verkauft werden soll. Zum Leidwesen von Österreichs Teamkeeper Heinz Lindner, der ansonst bei Bjelica erste Wahl gewesen wäre.

Denn er hat mit seinen ehemaligen Schützlingen von Austria gute Erfahrungen gemacht. Besonders mit Dilaver, den er entweder im defensiven Mittelfeld oder im Abwehrzentrum aufbietet: „Er ist als Führungsspieler unverzichtbar, gehört  zu den Eckpfeilern unseres Erfolgs!“ Jetzt warten bei Dinamo alle gespannt auf die Auslosung der Champions League am Donnerstag Abend, wer als Gegner ins alte, baufällige Maksimir-Stadion kommt. Wenn es Bjelica rund um Dinamo mitunter etwas zu hektisch wird, hat er einen Rückzugsort in Österreich. Sein schmuckes Haus im 225 Kilometer entfernten Klagenfurt. Erinnerung an die Zeiten beim FC Kärnten und in Wolfsberg.

 

Foto: Dinamo Zagreb.

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