Fußball

Wöber ist der neue Chef bei Gregoritsch

Kaum Veränderungen bei Franco Foda im Nationalteam, fast alles neu hingegen bei Werner Gregoritsch (Bild oben) in der U-21. Da blieb wenig von der Mannschaft übrig, die das Ticket für die Europameisterchaft schaffte, bei der Endrunde nur knapp das Semifinale verpasste. Eigentlich nur sechs Mann: Salzburgs Rekordkauf Max Wöber, der neue Southampton-Legionär Kevin Danso, der Dienstag beim 1:0 im Ligacup bei Fulham in London sein zweites Match für die „Saints“ absolvierte, Marco Friedl von Werder Bremen, Hoffenheims Mittelfeldtalent Christoph Baumgartner, der Unglücksrabe bei der EM mit dem vergebenen Elfmeter beim 1:3 gegen Dänemark, der von Sturm Graz zu Lugano gewechselte Sandi Lovric und Innenverteidiger Dino Maresic. Auf den verzichtet Gregoritsch aber beim Start in die neue Qualifikation am 5. September in Andorra und vier Tage später in Albanien. Er soll sich erst an seine neue Umgebung in Frankreich bei Stade Reims gewöhnen.

Eines steht für Gregoritsch außer Diskussion: Der Kapitän und Chef der neuen U 21. auf die mit England, der Türkei und dem Kosovo doch schwere Aufgaben warten, heißt Wöber. Ohne seine Verletzungspech wäre er in Italien ein Fixstarter gewesen, war schon mit dem  letzten Kapitän Philipp Lienhart laut Gregoritsch auf „Augenhöhe“. Die Gefahr, dass ihm Wöber bald zur Nationalmannschaft abhanden kommt, sieht Gregoritsch auch. Aber die nimmt er in Kauf. Wöbers Stellvertreter wird Baumgartner sein. Aber alles andere muss sich erst ergeben und herauskristallisieren. Etwa der Kampf um die Nummer eins, um die Nachfolge des Rückhalts Alexander Schlager. Es ist ein steirisches Duell zwischen Fabian Ehrmann, seit Juli Legionär bei Aris Saloniki, zuvor bei Kapfenberg und Sturm, und der aktuellen Nummer zwei bei Sturm, Christopher Giuliani. Da vertraut Gregoritsch ganz  seinen „Tormann-Experten“ Raimund Hedl.

Im Prinzip sieht Gregoritsch die Situation positiv. Weil sich speziell beim LASK in den letzten Wochen mit Marko Raguz, Thomas Sabitzer und Valentino Müller doch einige Talente Spielpraxis bekamen und aufzeigen konnten, weil Romano Schmid bei Wolfsberg gut unterwegs ist. Der Wiener Anteil ist überschaubar: Von Austria nur der neue Innenverteidiger Johannes Handl und Vesel Demaku, von Rapid nur der zwischen Hütteldorf und Ried pendelnde Kelvin Arase, über den nur Gregoritsch in den letztes Wochen nur gutes hörte.

Mit Ehmann, Danso, Friedl, Baumgartner, Lovric und Patrick Schmidt, dem Ex-Admira-Stürmer bei Barnsley, dem Aufsteiger in die zweite englische Liga, hat Gregoritsch sechs Legionäre. Das größte Problem sieht er in der Tatsache, dass vor dem Start in die Qualifikation es keine Gelegenheit für ein Testspiel gab. Sonntag Treffpunkt, dann zwei Trainings und ab nach Andorra. Daher heißt für die zwei Auswärtspartien als Startprogramm die einzige Devise: „Irgendwie überstehen und sechs Punkte holen.“

 

Foto: ÖFB.

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