Fußball

Rize ist Jantschers neue Wohlfühloase

Marc Janko hat in der Türkei bei Trabzonspor nur  schlechte Erfahrungen gemacht, Veli Kavlak trotz seiner ungebrochenen Popularität bei Besiktas Istanbul zuletzt wegen seiner Schulteroperationen auch nicht die besten. Ümit Korkmaz, inzwischen 31, darf bei Rizespor nur allein trainieren. Der 56jährige Trainer Hikmet Karawan legt auf ihn keinen Wert mehr. Hingegen auf einen anderen Österreicher: Für Jakob Jantscher  ist die 107.000 Einwohner-Stadt Rize im Nordosten der Türkei am Schwarzen Meer, am Fuß des Kackar-Gebirges, nur 120 Kilometer von Georgien entfernt, eine neue Wohlfühloase. Bei Dynamo Moskau, Nijmegen in Holland und Luzern  in der beschaulichen Schweiz fühlte er sich nicht so gut wie bei Rizespor, wo er einen Vierjahresvertrag unterschrieb. Auch weil er auf das Geld schaute. Ist ja legitim. Ausserdem stellt Jantscher die türkische Liga vom Niveau her über die in der Schweiz.

Die Wohnung mit Blick auf das Schwarze Meer, das moderne Trainingszentrum, in dem er wie jeder Spieler ein eigenes Zimmer hat, das passt alles.  Auch Frau und Tochter haben sich in der neuen Umgebung gut eingelebt.  Von der Infrastruktur in den Stadien der Türkei zeigte er sich angenehmst überrascht. Selbst beim letzten Antalyaspor, dem Nachzügler Kayserispor besser als in der österreichischen Heimat. Sportlich ist bei Rizespor allerdings noch einige Luft nach oben: Nach acht Runden unter 18 Vereinen auf Rang 14 der SüperLig. Passt nicht ganz zu den hochtrabenden Plänen von Präsident Metin Kalkavan, der seine Millionen mit Tee macht, im August  mit klingenden Namen am Ende ihrer Karriere (Adebayor, Flamini) verhandelte, ehe er am letzten Tag der Transferzeit den steirischen Linksfuß holte.   Jantscher, der jetzt Vollbart trägt, ist mit zwei Treffern aus sechs Spielern sogar intern der beste Torschütze. Einer mehr als der Kamerun-Stürmerriese Leonard Kweuke, der 2009 als Legionär beim slowakischen Klub Dunajska Streda, wo er mit Rapid-Keeper Jan Novota gespielt hatte, auch bei Grün-weiß ein Thema war, ehe er sein Glück bei Eintracht Frankfurt, Cottbus und Sparta Prag suchte, aber nicht  fand. Sein Berater kommt aus Linz: Max Hagmayr.

Die neue Wohlfühloase am Schwarzen Meer soll Jantscher, wie er hofft, auch den Weg zurück in Österreichs Team ebnen. Bei seinem 23. und bisher letzten Einsatz am 22. Juni beim Euro-k.o. gegen Island im Stade de France von Paris zeigte er zwar in den letzten 16 Minuten durchaus auf – aber seither musste er sich nur auf Abruf bereit halten. Ob es gegen Irland anders wird?

 

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