Eishockey

Rückkehr von Heinrich muss zu denken geben

In der National Hockey Laegue sorgt das Österreicher-Trio mit Michael Grabner, Thomas Vanek und Michel Raffl für positive Meldungen. Nach drei  Jahren und zehn Monaten, nach Vanek im März 2013,  fiel die Wahl zum Spieler der Woche wieder auf einen rot-weiß-roten Legionär: Auf Grabner nach fünf Toren und zwei Assists in seinen letzten zwei Partien. Nachträglich ernannte ihn die NHL-Zentrale in Toronto auch zum Torschützen des Ausgleich der New York Rangers zum 4:4 in Columbus, womit der Kärntner auf 19 Saisontreffer kommt. Nur fünf Spieler  in dieser Saison trafen öfters als der Villacher: Pittsburgh-Superstar Sid Crosby (26), Jeff Carter von den Los Angeles Kings (22), der 18jährige Finne Patrik Laine von den Winnipeg Jets und die 19jährige Toronto-Hoffnung Austin Matthews mit jeweils 21 sowie der St. Louis-Russe Vladimir Tarasenko (20). Dann folgen fünf mit 19: Ausser dem besten Rangers-Torschützen Grabner noch Cam Atkinson (Columbus), Montreal-Center Max Pacioretty, Washingtons Aushängeschild Alex Ovechkin und David Pastrnak von Boston. Grabner bewegt sich also mitten in der Elite.

Nicht annähernd so gut läuft es bei einigen österreichischen Teamspielern in Europa: Konstantin Komarek und Malmö ist in dieser Saison keine große Erfolgsstory, Lukas Haudum spielt in Malmö seit der U20-WM wieder bei den Junioren. Besonders die Vertragsauflösung von Dominique Heinrich,  Österreichs besten Offensiverteidiger, bei Örebro muss zu denken geben. Wenn  am Sonntag nach Ende der Grunddurchgangs der Liga wieder Lobhudeleien aus der Ligazentrale über Niveau, Zuschauerzahlen etc. erklingen,  dann muss man dem entgegenhalten: Wenn Heinrich demnächst wieder bei seinem Ex-Klub  Salzburg spielt, wird er zu den wenigen  rot-weiß-roten Attraktionen in dieser  Liga zählen, zu den auffälligsten Figuren. Aber für Örebro, den Elften  in der schwedischen Liga, bei dem der Wiener Philipp Horsky die U20 trainiert, reichte es nicht. Vielleicht auf Grund der Trainerwechsel: Kent Johanssen, der Heinrich vor allem wegen seines läuferischen Potenzials, seiner Offensivqualitäten, die auch im Powerplay gefragt sind,  holte, musste bald gehen. Seine Nachfolger  Lars Ivarsson und Johann Tornberg stellten total auf Defensive um, fanden daher für Heinrich keine Verwendung: Defensiv ungenügend, auch zu klein (1,75 Meter), zu wenig Gewicht (76 Kilogramm), um Gegner  vom Tor wegzuschieben, argumentierten sie. Das Duo wurde letzte Woche von Niklas Sundblad, Ingolstadts letztem Meistertraineer, abgelöst, der noch die Play Off retten soll. Aber Heinrich blieb nach 22 Partien mit fünf Scorerpunkten aussen vor.Das stand schon vor Sundblads Engagement fest.

Der 26jährige Wiener nutzte daher nach Weihnachten die Gelegenheit, sich via Spengler-Cup  bei Lugano in einem Verteidigerpaar mit Landsmann Stefan Ulmer in die Auslage zu stellen. Es reichte zum Finale, aber nicht zu einem neuen Klub. Kontakte nach Finnland, Verhandlungen, aber nichts konkret. Private Gründe sprachen daher für die Rückkehr nach Österreich. Seine Frau erwartet demnächst das erste Kind.  Also wird Heinrich danach auf den Titelkampf mit Salzburg und seinen fünften Meistertitel fokussiert sein. Einen neuen Anlauf im Ausland will er nach der WM mit Österreichs Team in Kiew aber nicht ausschließen. Er ist noch zu jung und zu gut, um das aus den Augen zu verlieren.

 

Foto: Wikimedia Common.

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