Fußball

Run in Salzburg auf Champions League: Am ersten Tag 10.000 Abos verkauft

Keine Aufregung bei Red Bull Salzburg am letzten Tag der Transferzeit. Nicht passierte. Aber bei zwei Gegnern in der Champions League. Dem FC Sevilla, der am 14. Februar im Estadio Piz Juan Österreichs Meister empfängt, kam der holländische Teamstürmer Luuk de Jong abhanden. Der 31 jährige war ein Teil des spektakulärsten Deal am Dienstag Abend: Barcelona verlieh den vor zwei Jahren um120 Millionen von Atletico Madrid erworbenen französischen Weltmeister Antoine Griezmann für einen Jahr an seinen Ex-Klub, der auch eine Kaufoption hat. 2022 würde Griezmann nur noch 40 Millionen kosten. Der Ersatz bei Barcelona ist de Jong, für den sich sein holländischer Landsmann, Trainer Ronald Koeman, einsetzte. Der 31 jährige kam auch auf Leihbasis. Die Rückennummer von Lionel Messi wurde inzwischen auch fix vergeben: Künftig spielt Jungstar Ansu Fati im Barcelona-Trikot mit der Nummer 10. Yusuf Demir in dem mit Nummer 11, die früher Neymar hatte. Das zeigt die hohen Erwartungen in den 18 jährigen Ex-Rapidler.

Wolfsburg war der zweite Salzburg-Gegner, bei dem sich etwas tat. Er holte noch zwei Spieler, verlor aber drei: Vom holländischen Klub Volendam kam als Ersatz für den an Borussia Dortmund verliehenen Ex-Salzburger Marin Pongracic Innenverteidiger Micky van den Ven, der 2,8 Millionen Euro Ablöse kostete. Der kroatische Teamstürmer Josip Brekalo wechselte in Italiens Serie A zu Torino. Für eine Leihgebühr von 1,5 Millonen. Sein Nachfolger ist der Belgier Dodi Lukebakio, ausgeliehen von Hertha BSC Berlin. Der dritte „Abgang“ tat Wolfsburgs Trainer Mark van Bommel am meisten weh: Xaver Schlager! Die Operation am rechten Knie des Mittelfeldmotors verlief am Dienstag bei Spezialist Christian Fink in Hochrum bei Innsbruck gut, aber spielen wird der Ex-Salzburger aus Oberösterreich erst wieder im nächsten Jahr.

Salzburgs Vorbereitung auf die Königsklasse verläuft zwei Wochen vor dem Spiel in Sevilla mit reduzierter Besetzung: 14 Spieler sind weg. Kapitän Andreas Ulmer mit Österreichs Team, Brenden Aaronson spielt mit den USA gegen El Salvador, Kanada und Honduras, Rasmus Kristensen bei Österreichs Qualifikationsgegner Dänemark, Mo Camara bei Mali, Benjamin Sesko bei Slowenien. Karim Adeyemi ist erstmals beim deutschen Team dabei, könnte Donnerstag im ersten Spiel des neuen Teamchefs Hansi Flick gegen Liechtenstein in St. Gallen, bei dem Kapitän Manuel Neuer und Bayern-Star Thomas Müller verletzt ausfallen, debütieren. Mit den U 21-Teams von Österreich, Deutschland, Polen, Kroatien, Dänemark und der Schweiz sind Nicolas Seiwald, Junior Adamu, Tormann Nico Mantl, Kamil Piatkowski, Luka Sucic, Maurits Kjaergaard und Bryan Okoh unterwegs. So trainiert Jaissle derzeit mit nur 14 Spielern (Bild oben), aus denen man aber auch eine schlagkräftige Elf bilden könnte. Unter anderem  mit Oumar Solet, Max Wöber, Bernardo, Zlatko Junuzuvic, Antoine Bernede oder Mergim Berisha, der künftig für das Nationalteam des Kosovo spielen dürfte.

Die dritte Gruppenphase der Champions League hintereinander elektrisiert die Fans. Es setzte ein Run auf den „Dreierpack“, ein Abo für die Heimspiele gegen Lille (29. September), Wolfsburg (20. Oktober) und Sevilla (8. Dezember) ein. Schon am ersten Tag des Verkaufs gingen 10.000 weg. An Dauerkartenbesitzer. Der freie Verkauf beginnt erst.

 

Foto: Red Bull Salzburg.

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