Europacup-Nachwehen sowohl bei Red Bull Salzburg als auch in Wien bei der Austria: Salzburg könnten am Sonntag in Wolfsberg zehn Ausfälle drohen, sechs sind bereits fix. Das stand einen Tag nach dem 1:0 gegen FC Pafos bereits fest. Auf keinen Fall stehen Trainer Danny Röhrl Routinier Stefan Lainer (Ferse), die Innenverteidiger Hendry Blank (erkrankt) und Anrie Chase zur Verfügung. Er ist ebenso am Oberschenkel verletzt wie Justin Omoregie. Ein Dauerproblem zeichnet sich leider bei U-17-Vizeweltmeister Johannes Moser wegen einer Schambeinentzündung ab. Donnerstag zog sich das Schweizer Stürmertalent Enqriue Aguilar in der Nachspielzeit nach einem Foul von Ken Sema, dem Schweden-Legionär bei Pafos, für das er die zweite gelbe Karte sah und ausgeschlossen wurde, beim Sturz einen Unterarmbruch zu, wurde Freitag operiert, fällt mehrere Wochen aus. Muskuläre Probleme haben Edmund Baidoo, Soumalia Dibate, Gaoussou Diakite und Damir Redzic. Ob Trainer Danny Röhrl ihren Einsatz am Sonntag in Wolfsberg riskiert? Das Spiel wird für Salzburgs neuen Kapitän Nikolas Veratschnig besonders emotional: Er ist das erste des Kärntners gegen seinen Ex-Klub. Daher wird die ganze Familie in Wolfsberg auf der Tribüne sitzen. Kein Thema ist für Wolfbergs Trainer Thomas Silberberger in diesem Spiel Stürmertalent Philipp Verhounig. Gegen seinen Ex-Klub darf der Kärntner nicht eingesetzt werden. Das vereinbarten Salzburg und Wolfsberg im Zuge des Leihvertrags.
Zum Glück kann Röhl auf einen breiten Kader zurückgreifen. Außer den zwölf gegen Pafos eingesetzten Spielern, die fit sind, gibt es etwa noch Maurits Kjaergaard, Frans Krätzig und Aboubacar Camara. Varianten, die Austrias Trainer Stephan Helm nicht hat. Und daran wird es höchstwahrscheinlich in dieser Transferzeit bleiben. Sportvorstand Tomas Zorn „gestand“ Freitag, dass die wirtschaftlichen Möglichkeiten fehlen, um an einen Neuzugang zu denken. Die bisherigen drei (Ibrahim Buhari, Jonas Feddersen, Julian Hettwer) kosteten keine Ablöse. Die Sachlage könnte sich nur durch lukrative Einnahmen aus Verkäufen ändern. Aber die würden wieder die Mannschaft schwächen. Ein violetter Teufelskreis. An dem sich wohl auch nichts ändern würde, sollte Austria in die Ligaphase der Conference League kommen und 3,17 Millionen Startgeld bekommen.
Foto: FK Austria.