Fußball

Spätes Happy-End nach dem längsten Europacup-Abend in Salzburg

So einen langen Europacupabend hat Salzburg noch nicht erlebt. Denn mit dem Anpfiff des Spiels gegen Pafos um 19 Uhr begann ein Wolkenbruch, nach 15 Minuten schickte der polnische Schiedsrichter Damian Sylwesztrek in die Kabine. Erst zwei Stunden später, um 21.15, ging es vor 7704 Zuschauern weiter. Bis dahin „kontrollierte“ der Referee alle 15 Minuten, ob ein reguläres Spiel noch möglich ist. Eine Viertelstunde nach Regenende war es so weit. Knapp vor 23 Uhr konnte Salzburg ähnlich wie fünf Tage vorher beim 1:0 gegen Bundesligastart gegen Hartberg über ein spätes Happy-End jubeln: Gegen Hartberg fiel das Siegestor durch den eingewechselten Karim Konate in der 89. Minute, gegen Pafos eine Minute früher durch den eingewechselten Haris Tabakovic. Das erste Tor des Bosniers im Salzburg-Dress lässt Salzburg auf das Play-off hoffen. Aber das Retourspiel am nächsten Donnerstag in Larnaka wird schwierig.

„Wir sind noch keine Tormaschinerie“, meinte der erleichterte Salzburgs Geschäftsführer Stefan Reiter, „aber das gibt Hoffnung!“ Salzburg  war zwar dominant, hatte  gefährliche Distanzschüsse, ohne mit einer Ausnahme zu klaren Chancen zu kommen. Die Routiniers bei Pafos machten dicht. Salzburg musste sich sogar beim 19-jährigen Tormann Christian Zawieschitzky bedanken, dass es keine Heimniederlage gab. Denn wie der Nachfolger von Alexander Schlager als Nummer eins nach einem Fehler des Schweizer Linksverteidigers Dominik Schmid das Duell gegen den allein auf ihn zulaufenden Brasilianer Lele gewann, ihn nach 61 Minuten  noch vom Ball trennte, war große Klasse. Ob Salzburg den Rückstand noch aufgeholt hätte

So wie gegen Hartberg wechselte Trainer Dany Röhl fünfmal, brachte vier neue Offensivkräfte. Den Japaner Sota Kitano für Damri Redzic, Konate für Yorbe Vertessen, Tabakovic für den verletzten Edmund Baidoo und Enrique Aguilar, der kurz nach dem Siegestor einen Handbruch erlitt. für Guassou Diakite. Bei der entscheidenden Aktion passte alles: Ein gekonnter Lupfer von Abubakr Barry in den Strafraum, starker Laufweg von Rechtsverteidiger Nikolas Veratschnig, der Kapitän legte auf Tabakovic zurück, der mit links im zweiten Versuch glücklich traf (Bild). Sollte Salzburg ins Play-off kommen, würde wahrscheinlich der slowakische Meister Slovan Pressburg die letzte Hürde zur Ligaphase sein. Slovan gewann in Schweden gegen Mjällby 2:1.

Foto: Red Bull Salzburg/Andreas Schaad.

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