Fußball

Salzburg hat einen neuen Kapitän: Andreas Ulmer

Die neue Bundesliga mit zwölf Vereinen ab 27.Juli auf WM-Niveau. Was den Ball betrifft. Denn alle Partien werden mit dem von adidas namens Telstar gespielt, der bei allen Partien der Weltmeisterschaft zum Einsatz gekommen war. Aber ansonst? Bei der Präsentation im Museum der Angewandten Kunst hörte man Mittwoch viel von mehr  Spannung und mehr Zuschauern, wie von Ligavorstand Christian Ebenbauer.  Viel von Zuversicht, was das Play-off der ersten sechs um den Meistertitel nach 22 Runden des Grunddurchgangs betrifft. Da berichtete der von Trainern und Spielern zum fünften Mal hintereinander dem Schiedsrichter des Jahres gewählte Wiener Harald Lechner von Gesprächen mit ausländischen Kollegen, die bereits in diesem Play-off-Modus ran mussten. wie hart und herausfordernd jedes dieser Spiele für die Unparteiischen sein werden. Okay, sollen die letzten zehn Runden des ersten Sechs so funktionieren wie es alle wünschen. Aber was passiert darunter in der Qualifikationsrunde der Klubs  auf den Plötzen sieben bis zwölf und vor allem in der zweiten Liga? Darauf gab es keine Antworten.

Für die größte Neuigkeit sorgte Meister Red Bull Salzburg. Trainer Marco Rose präsentierte mit dem 32jährigen Andreas Ulmer einen neuen Kapitän. Und das hängt wieder mit der Entscheidung in der Tormannfrage zusammen. Die mit dem Hintergrund gefällt wurde,  anders als bisher beiden Tohütern etwas gleiche Einsatzzeiten zu geben. Das bedeutet: Der 35jährige Alexander Walke, der nach einer starken Saison zum besten Keeper  gewählte bisherige Kapitän, ist für die internationalen Partien und den österreichischen Uniqa-Cup eingeplant, der neun Jahre jüngere Cican Stankovic hingegen als die Nummer eins für die Bundesliga: „Cican hat letzte Saison bei allen Spielen, in denen wir ihn einsetzen, seine Klasse gezeigt“, begründete Rose die interessante, weitblickende Entscheidung, die als  Konsequenz den 32jährigen Linksverteidiger Ulmer zum neuen  Kapitän beförderte. Mit allen Prognosen über den Titelverteidiger als klaren Favoriten für die Saison (siehe tipp 3-Quoten unten), auch auf Grund der starken Vorbereitung, wusste Rose nichts anzufangen: „Das sind doch alles bisher nur Muster ohne Wert. Die Erwartungshaltungen sind gestiegen, auch intern. Da darf man auf keine falschen Gedanken kommen.“

In den nächsten Tagen wird Salzburg noch für den Rekordverkauf der Klubgeschichte durch den kroatischen Vizeweltmeister Duje Caleta-Car sorgen, der die Konkurrenz wieder in den Schatten stellen wird. Einen Verkauf mit Gewinn brachte Mittwoch Rapids Sportchef Freddy Bickel über die Bühne: Der georgische Stürmer, der vor seinem Knöchelbruch in 67 Spielen 22 Tore erzielte,  brachte beim Verkauf nach Belgien an Genk, wo er einen Vertrag bis 2022 erhielt, als Verletzter über eine Million Euro mehr als der gesunde Kvilitaia beim Einkauf seines Vorgängers Andreas Müller vor zwei Jahren gekostet hatte. Bickels zweites Kunststück nach Deni Alar: Der kostete vor zwei Wochen beim zweiten Einkauf um die Hälfte weniger als beim ersten sieben Jahre zuvor. Rapids Trainer Goran Djuricin sorgte für den ehrlichsten Spruch des Abends, als er darauf angesprochen wurde, dass er weder den Verkauf von Kvilitaia noch den zuvor von Lucas Galvao wollte, da er zum Ende der letzten Saison angekündigt hatte, dass eine keine weitern Verkäufe nach Louis Schaub mehr geben dürfe: „Da hab ich versucht, mich wichtig zu machen. Ist nicht gelungen, weil es offenbar keinen interessiert hat.“ Das „Geständnis“ machte Djuricin sogar sympathisch.

Die Austria ernannte Mittwoch Rene Glatzer zum Nachfolger des technischen Direktors Ralf Muhr als Leiter der Akademie. Linksverteidiger  Louis Nganioni aus dem Land des Weltmeisters Frankreich, der zuletzt in Holland bei Utrecht gespielt hatte, dürfte nach einem Probetraining nicht engagiert werden. Admiras „Zauberer“ Ernst Baumeister präsentierte sich mit Vollbart. Verstärkung für Rose, bisher der einzige Bartträger in der Trainergilde der obersten Spielklasse. Baumeister sollte den New Look nicht ändern. der ist gelungen. Er wirkt wie der jüngste Ernst Hemingway aller Zeiten. Der Spruch des Abends kam vom ältesten Trainer der Liga, Karl Daxbacher mit der Gelassenheit seiner 65 Jahre: „Wir sind gekommen, um zu bleiben.“ Das ist die Devise beim Aufsteiger Wacker Innsbruck.

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