Fußball

Salzburg ist der neue Elfmeterkönig in Europa!

Großer Abend für Red Bull Salzburg: Der erste Heimsieg in der Champions League seit dem 6:2 gegen Genk am 19. September 2019, das verdiente 2:1 (1:0) gegen Lille, machte Österreichs Meister so wie damals zum Tabellenführer seiner Gruppe. Diesmal nicht nach dem ersten Spieltag, sondern nach dem zweiten.  Da es zwischen Wolfsberg und Sevilla ein 1:1 (0:0) gab, wobei den Spaniern in der 87. Minute durch einen geschenkten Elfmeter, den Ivan Rakitic verwandelte, der Ausgleich gelang, ist Salzburg die einzige Mannschaft mit vier Punkten. Erstmals gelang es eine Mannschaft aus einer der Top 5-Ligen in Europa zu schlagen. Den Meister von Frankreichs Ligue 1. Salzburgs „junge Wilde“ sind auf dem Weg zu einer europäischen Spitzenmannschaft.

Die neuen Elfmeterkönige von Europa sind die Salzburger schon. Sie holten in den Partien gegen Sevilla und Lille fünf Elfmeter heraus. Der Spitzenwert in der Geschichte der Champions League liegt bei sechs. Aber in allen sechs Gruppenspielen. Das schaffte Chelsea in der vergangenen Saison. Alle drei Treffer, die Salzburg erzielte, fielen vom Elfmeterpunkt. Einer von drei beim 1:1 in Sevilla, Mittwoch Abend vor 25.000 begeisterten Zuschauern beide. Den vierten Elfmeter holte wie die drei in Sevilla Karim Adeyemi raus. Bei einem Konter auf und davon, vom holländischen Innenverteidiger Sven Botman im Strafraum durch ein Foul gestoppt. Die Überprüfung via Video Assistant Referee Mete Kalkavan und den türkischen Schiedsrichter Halil Umut Meier in der Video Area dauerte fünf Minuten. Da ging es weniger um die Szene im Strafraum als um die Frage, ob Adeyemi zuvor beim Sprint den schwedischen Verteidiger Gabriel Gudmundsson foulte. Halil Umut Meier blieb bei seiner Elfmeterentscheidung, auf die noch lange türkische Diskussionen folgte. Zwischen dem Schiedsrichter und seinem älteren Landsmann im Lille-Dress, Burak Yilmaz, Türkeis Teamkapitän. Wie in Sevilla schoss der gefoulte Adeyemi. Diesmal schoss er nicht vorbei, sondern traf: „Ich wusste, wohin ich schießen wollte“, meinte Adeyemi nachher sehr glücklich und gestand, nach Sevilla Elfmeter trainiert zu haben. Zwischen Sevilla und Lille verwandelte Adeyemi auch gegen Rapid einen. Vier in der Gruppenphase holte vor Adeyemi nur der Holländer Arjen Robben in seiner Bayern-Zeit heraus. Da hat der zum „Man of the match“ gewählte Adeyemi noch vier Spiele Zeit, für einen neuen Rekord zu sorgen.

Den zweiten Elfmeter bekam Salzburg, weil Yilmaz einen Freistoß von Max Wöber mit dem Ellbogen abwehrte. Adeyemi ließ Lilles kroatischen Tormann Ivo Grbic erneut keine Chance. Damit ist er der bisher jüngste deutsche Spieler, dem in der Champions League ein Doppelpack gelang. Salzburgs Tormann Philipp Köhn brachte Lille nochmals heran, als er bei einem Freistoß von Burak Yilmaz patzte. Danach bewies  Salzburg 33 Minuten lang seine defensive Stärke, ließ praktisch nichts mehr zu. Die Innenverteidigung, um die man sich Sorgen machte, agierte souverän. Sowohl Jerome Onguene als auch Max Wöber, der bewies, wie viel er wert ist, wenn er topfit ins Spiel geht. Vor ihnen räumte Mo Camara wie gewohnt viel ab, außen machten Rasmus Kristensen und Kapitän Andreas Ulmer zu. Es sieht  gut aus, dass Salzburg erstmals in die k.o.-Phase kommen kann. Weiter geht´s am 20. Oktober mit dem Heimspiel gegen Wolfsburg. Ex-Salzburg-Trainer Jesse Marsch hat mit Leipzig noch keinen Punkt. Das wird in Salzbugs Fanszene auch viele freuen.

Den höchsten Mittwoch-Sieg feierte Bayern München mit 5:0 (2:0) gegen Dynamo Kiew, bei dem Marcel Sabitzer erst ab der 80. Minute spielte. Da stand es 4:0. In dieser Gruppe bezog der FC Barcelona die zweite 0:3-Schlappe, ist im Tal der Tränen.  So wie gegen Bayern in Nou-Camp auch gegen Benfica Lissabon im Estadio da Luz. Und wie gegen den deutschen Meister schoss Barcelona auch gegen Benfica nie auf das Tor des Gegners. Valentino Lazaro hatte bei Benfica bis zur 45. Minute gute Szenen, musste aber mit muskulären Problemen ausscheiden. Eine schlechte Nachricht für Österreichs Teamchef Franco Foda. Yusuf Demir blieb auf Barcelonas Bank.  Titelverteidiger Chelsea verlor in Turin gegen Juventus 0:1 (0:0), für das Goldtor sorgte Federico Chiesa, der auch im EM-Achtelfinale für Italien gegen Österreich in Wembley getroffen hatte. Manchester United schlug Villarreal nach 0:1-Rückstand durch ein Tor in der Nachspielzeit 2:1 (0:0). Das erzielte, wie könnte es anders sein, Cristiano Ronaldo. Danach „explodierte“ Old Trafford. Revanche für das verlorene Finale in der Europa League gelungen.

 

 

Foto: Red Bull Salzburg.

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