Fußball

Salzburg, Rapid und Austria auf einer Linie: Kader verkleinern

Wer nur auf zwei Hochzeiten tanzt, der braucht keinen großen Kader. Die Devise beherzigte auch Tabellenführer Red Bull Salzburg, der erstmals seit Jahren nicht im Europacup überwintert. Und sicher daher auf Leihbasis von seinem letzten Siegestorschützen trennte.  Das ist der 23 jährige polnische Innenverteidiger Kamil Piatkowski, der Anfang Dezember per Kopf für den 1:0-Sieg gegen Rapid in Hütteldorf gesorgt hatte. Mit seinem bisher einzigen Tor in der Bundesliga bei seinem 30. Pflichtspiel für den Abonnementmeister. Piatkowski, 2021 nach Salzburg gewechselt, war bereits vor einem Jahr im Frühjahr an den belgischen Klub Genk verliehen gewesen. Jetzt heißt es für ihn statt Titelkampf in Österreich den Abstieg von Granada aus der spanischen La Liga verhindern. Der Vorletzte feierte Mittwoch in der 19. Runde erst seinen zweiten Sieg, kassierte bisher 40 Tore. Mehr bekam nur Schlusslicht Almeria. Salzburg rechnet offenbar fest damit, dass Oumar Solet und Strahinja Pavlovic bleiben, verzichtet daher auf Piatkowski, da sich Youngster Samson Baidoo im Herbst bewährte.

Rapid glaubt, auch ohne Stürmer Ante Bajic (Bild) in die Meisterrunde zu kommen. Der 28 jährige, im Sommer 2022 von Ried nach Hütteldorf gewechselt, kehrte nach 45 Spielen mit fünf Toren und vier Assists wieder ins Innviertel zurück.  Bekam beim Zweitligisten einen Vertrag bis 2027. Den Transfer kann man auch als Kampfansage an den GAK im Duell um den Aufstieg in die Bundesliga sehen. Rapid bezahlt für Bajic 350.000 Euro Ablöse und wird jetzt eher weniger bekommen haben. In den letzten sechs Runden fehlte der schnelle Flügelspieler, zuvor erzielte er bei zwölf Einsätzen zwei Tore. Bei den 5:0-Auswärtssiegen gegen Debrecen und Blau Weiß Linz. Bajic ist nach Patrick Greil der zweite Winter-Abgang von Rapid. Es könnte nicht der letzte gewesen sein.

Austria wehrte sich nicht gegen die Rückkehr des israelischen Abwehrspielers Matan Baltaxa zu Maccabi Tel Aviv. Der Linksfuß kostete im Sommer 2022 keine Ablöse, kam in eineinhalb Jahren nur sechzehn Mal zum Einsatz. Im Herbst achtmal, dabei nur einmal von Beginn an. Offiziell, dass Aleksander Jukic nach dem Dezember-Eklat Montag nicht mit ins Trainingslager in die maltesische Hauptstadt La Valletta fliegt. Allzugroße Hoffnungen, für ihn im Winter noch eine Ablöse zu bekommen, sollte sich Sportchef Manuel Ortlechner aber nicht machen. Offiziell ist auch, dass Max Uhlig, bisher Trainer der Young Violets, zum Kooperationsklubs in der zweiten Liga, Stripfing, wechselt. Statt ihm übernimmt wie erwartet Ex-Teamspieler Emanuel Pogatetz den Job beim Vierten der Regionalliga Ost.

Beim Trainingsauftakt des LASK fehlte Roma-Leihgabe Ebrima Darboe. Der 22 jährige Mittelfeldspieler, bisher in neun Partien 363 Minuten im Einsatz, gehört zum Kader von Gambia beim Afrika-Cup. Schlusslicht Austria Lustenau präsentierte einen Tag nach der Vertragslösung mit Jonathan Schmid die erste Winter-Neuerwerbung. Ungewöhnlich, dass ein Spieler vom Siebenten der zweiten Liga in Südkorea in die österreichische Bundesliga kommt. Von Jeannman Dragon ins Ländle – das gab es zuvor noch nie. Den Sprung macht der 26 jährige Stürmer Leo Mikic, der zuvor in Österreich beim FC Lustenau, in Kapfenberg und bis Sommer 2023 bei Ried spielte, woher ihn Lustenaus neuer Trainer mit Ried-Vergangenheit, Andreas Heraf, kennt.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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