Österreich wird im Herbst dreimal in der Ligaphase der europäischen Bewerbe vertreten sein. Durch den LASK in der Königsklasse, durch den FC Salzburg und Sturm Graz in der Europa League. Salzburg gewann sein Play-off-Heimspiel gegen Schwedens Überraschungsmeister Mjälläy vor 7654 Zuschauern sicher 3:0 (1:0), stieg mit dem Gesamtscore von 4:0 auf. Bis zur 61. Minute stand es 0:0, dann gab es innerhalb von sechs Minuten einen Doppelpack von Karim Konate, der den Vorzug gegenüber Yorbe Vertessen erhielt. Danach verletzte sich Konate ohne Fremdeinwirkung, im Finish folgte das 3:0 durch Haris Tabakovic. Unter dem neuen Trainer Danny Röhl blieben die Salzburger in allen acht Bewerbspielen ungeschlagen. Die Gegner erfahren Salzburg und Sturm Freitagmittag.
In der Conference League ist kein österreichischer Klub dabei. Weil einen Tag nach Rapid auch die Austria ausschied. Wien hat im Herbst Europacuppause. Zum Unterschied vom grün-weißen Erzrivalen kann man der Austria nach dem 0:0 gegen Sporting Braga vor 9700 Fans keinen Vorwurf machen. Die Leistung war solide, aber nicht gut genug, um das 0:2 aufzuholen. Das hätte nur gelingen können, wenn in der ersten halben Stunde Julian Hettwer (Bild) und Kelvin Boateng ihre Möglichkeiten genutzt hätten. Es passte eben nicht alles – auch die Chancenauswertung. Trainer Stephan Helm ließ die Youngster Sanel Saljic, Philipp Maybach und Vasilje Markovic auf der Bank, setzte auf Erfahrung. Das Durchschnittsalter der Startelf betrug 28, 22 Jahre – von einer jungen Austria konnte keine Rede sein. Die mutige Aufstellung mit Johannes Eggestein und Kelvin Boateng brachte keine Tore. Zur Pause ersetzt Helm Hettwer durch Saljic, nach 65 Minuten wurde die Austria durch Daniel Nnodim,d er seinen Vertrag bis 2030 verlängerte, und Markovic jünger. Der Austausch von Eggestein nach 72 Minuten wirkte wie ein Signal: Es wird sich nicht mehr ausgehen. Daher wurde im Finish auch Abwehrchef Aleksandr Dragovic für die Bundesliga am Sonntag in Salzburg geschont. m
Die Aufsichtsratssitzung der Austria-AG, die zweieinhalb Stunden vor Anpfiff begann, brachte nach nicht einmal einer Stunde das erwartete Ergebnis: Auf Vorschlag von Präsident Kurt Gollowitzer wurde der Vertrag von Wirtschafts-Geschäftsführer Harald Zagiczek mit 5:4-Stimmen um zwei Jahre bis 2028 verlängert. Am 10. September wird sich außer der Generalversammlung der Investoren von Viola Investment zeigen, ob sie das Vetorecht gegen die Verlängerung von Zagiczek, das es nach Ansicht der Klubvertreter nicht gibt, vor Gericht einklagen. Derzeit sieht es danach aus.
Ein Desaster gab es für den Ex-Klub von Dragovic, Serbiens Meister Roter Stern Belgrad. Der verlor im Play-off zur Europa League beim tschechischen Spitzenklub Viktoria Pilsen nach dem 3:0 im Heimspiel nach Verlängerung 1:5, muss in die Conference League. Ex-GAK-Keeper Florian Wiegele spielte bei Pilsen im Tor, bei Roter Stern wurde Marko Arnautovic nach 67 Minuten bei 1:3 ausgetauscht.
Foto: Yigit Oerme.