Fußball

Salzburg und Rapid sind anders: Höherer Marktwert als Mjällby und Hearts

Bei Red Bull Salzburg und Rapid ist es anders als beim LASK und der Wiener Austria: Sie haben einen höheren Marktwert als ihre Gegner im Play-off für die Ligaphase in Europa und Conference League, als Schwedens Meister Mjällby und Schottlands Vizemeister Heart of Midlothian. Bei Salzburg beträgt der Unterschied sogar 87,60 Millionen, bei Rapid immerhin auch noch 24,10 Millionen. Also dürfte bei Salzburg nichts passieren. Pafos auf Zypern zu eliminieren, war schwieriger, als im Fischerdorf Hallevik die Weichen dafür zu stellen, weiterzukommen. Selbst, wenn Salzburg wieder Erwarten scheitern sollte, reicht es zum dritten Mal hintereinander für die Ligaphase. Dann geht es in der Conference League weiter, was aber sicher nicht Salzburgs Ansprüchen entspricht. Mjällby liegt nach 17 Runden der schwedischen Liga Allsvenskan nur an elfter Stelle, schlug aber am Wochenende im Stadion Strandvallen Tabellenführer Sirius nach 0:3-Pausenrückstand 4:3. Bei Salzburg fehlt Frans Kraetzig, der sich Sonntag beim 3:0 gegen den FC Tirol mit je einem Tor und Assist eigentlich empfohlen hatte, mit einer Oberschenkelverletzung aus.

Rapid steht auch durch Sturm Graz gegen Heart unter Druck: Darf der Tabellenführer der Bundesliga an einer Mannschaft scheitern, die in der Qualifikation zur Champions League gegen Sturm chancenlos war, in zwei Spielen kein Tor erzielte, mit 0:6 ausschied? Allerdings dürfte im Tylecastle Park eine Mannschaft beginnen, die auf sechs Positionen anders besetzt sein wird als bei der 0:2-Heimniederlage gegen Sturm. Unter anderem mit einem anderen Tormann, dem Belgier Beat Reus statt des Deutschen Alexander Schwolow und ohne den griechischen Offensivspieler Alex Kyrizidis, der in die Türkei wechselte. Die nationalen Ergebnisse von Heart: In der Premier League 1:2 in Aberdeen, 4:0 daheim gegen Dundee United, im League-Cup 6:2 gegen Inverness.

Letzte Saison hatte Rapid in der dritten Runde der Qualifikation unter Peter Stöger ein Erfolgserlebnis in Schottland beim FC Dundee. Nach einem 2:2 in Hütteldorf lag Rapid in Dundee zur Pause 0:2 zurück, holte den Rückstand auf, wobei der eingewechselte Ercan Kara (Bild) den Ausgleich erzielte, kam in die Verlängerung und gewann das Elfmeterschießen 5:4, wobei Kara den letzten verwandelte. Acht Mann der damaligen Startelf dürften auch Mittwoch beginnen: Niklas Hedl, Bendegüz Bolla, Nenad Cvetkovic, Serge-Philippe Raux, Jannes Horn, Romeo Amane, Kapitän Matthias Seidl und Petter Dahl. Trainer Hoff Thorup hat auf europäischer Ebene bisher eine makellose Bilanz, erwartet vier Tage nach dem historischen 8:0 gegen GAK eine sehr intensive Atmosphäre durch 19.000 Zuschauer, daher ein enges Spiel. Verzichten muss er auf Jakob Schöller, der Sonntag bei seinem Kurzeinsatz eine Oberschenkelverletzung erlitt.

 

Foto: Yigit Oerme.

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