Derzeit hat Red Bull Salzburg in seiner Transferbilanz ein Plus von 30,6 Millionen Euro. Es wird noch etwas größer. Weil die Salzburger beim Wechsel ihres ehemaligen Schützenkönigs Karim Adeyemi (Bild) von Borussia Dortmund zum FC Barcelona „dabei“ sind. Vor vier Jahren verkaufte Salzburg Adeyemi um 30 Millionen plus Beteiligung am Weiterverkauf. 2022 war Adeyemis Ex-Klub Unterhaching mit 22,5 Prozent an der Verkaufssumme beteiligt, das bedeutete mehr als sechs Millionen. Jetzt ist Adeyemis Kaufsumme nach einer durchwachsenen Saison bei Dortmund mit zehn Toren in 39 Spielen um acht Millionen geringer als die von Dortmund. Durch Bonizahlungen können zu den 22 Millionen noch sieben dazukommen. Ein siebenstelliger Betrag wird für Salzburg sicher herausspringen. Barcelonas deutscher Meistertrainer Hansi Flick kennt Adeyemi: Als deutscher Teamchef verhalf er dem schnellen Stürmer noch in dessen Salzburg-Zeit zum ersten Länderspiel.
Transferaktivitäten gab es in Österreichs Bundesliga bei Hartberg, WSG Tirol und Ried. Tirol und Ried verpflichteten einen neuen Stürmer. Tirol einen routinierten: Den 30 jährigen Husein Balic, der bis Sommer 2020 bei St. Pölten war, danach beim LASK seine beste Zeit hatte (22 Tore in 112 Spielen). Danach funktionierte es bei Altach und in Polen bei LKS Lodz nicht mehr so gut. Seit Februar war er vereinslos. In Wattens will der Flügelspieler nochmals durchstarten. In die Zeit beim LASK fällt auch sein einziges Länderspiel unter Franco Foda: Im November 2020 32 Minuten lang beim 3:0 in Luxemburg, einem Freundschaftsspiel.
Rieds neue Hoffnung ist zehn Jahre jünger als Balic: Der 20 jährige Mali-Stürmer Pape Sissoko kam auf Leihbasis mit Kaufoption von Stade Reims. Beim Klub aus der Champagner-Stadt bestritt der 1,87 Meter große Mittelstürmer vier Partien in der Ligue 1, die letzte Saison verlief nicht nach Wunsch: In Ungarn bei Debrecen, dem Klub des Ex-Rapidleres Max Hoffmann, in acht Spielen kein Tor, im Frühjahr bei Nancy nur vier Einsätze. Ried hofft, dass es bei Sissoko ebenso wie letzte Saison bei Kingstone Mutandwa eine „Leistungsexplosion“ gibt, er im Innviertel die beste Saison seiner jungen Karriere hat. Hartberg fand einen neuen linken Mittelfeldspieler in der Regionalliga Ost bei Donaufeld: Der 23-jährige Florian Gerstl überzeugte Trainer Markus Schopp im Probetraining.
Foto: DPA.