Red Bull Salzburg meldete Sonntag mit dem 2:0 gegen Rapid den Anspruch an, Meister zu werden. Die U 19 hat den Anspruch, ins Finalturnier der Youth League zu kommen. Das kann Dienstagnachmittag auf Platz eins der Akademie in Liefering mit einem Sieg über den griechischen Titelverteidiger Olympiakos Piräus gelingen. Live zu sehen ab 16 Uhr bei Sky Austria. Auch ein Pflichttermin für Sportchef Rouven Schröder und Trainer Thomas Letsch: „Unsere Akademie ist einzigartig, da muss ja auch was rauskommen. Wir haben dafür zu sorgen, den Jungen die Bühne zu geben“, sagte Schröder Sonntagabend bei „Talk und Tore“ bei Sky, kündigte zugleich Veränderungen für die kommende Transferperiode an: „Wieder frisches Blut reinzubringen, wird wichtig!“ Die Kanddidaten dafür können sich Dienstag empfehlen.
Von der Youth League-Besetzung um Kapitän Marc Striednig gehören der schwedische Abwehrspieler John Mellberg, der steirische Linksverteidiger Tim Trummer und Ghana-Stürmer Edmund Baidoo bereits zum Bundesligakader, kamen auch schon zum Einsatz, als es um Punkte ging. Die meisten spielen regelmäßig in der zweiten Liga bei Liefering unter Trainer Daniel Beichler. Der Ex-Teamstürmer agiert auch in der Youth League gewohnt temperamentvoll in seiner Coaching Zone. Einige davon, wie Tormann Chrsitian Zwieschitzky oder Innenverteidiger Valentin Zabransky, bekamen bereits Profiverträge. Philipp Verhounig, der Führende in der Torschützenliste der Youth League, war im Winter-Trainingslager unter Letsch in Portugal dabei. Wie schon im gewonnen Achtelfinale gegen Atletico Madrid fehlt er auch gegen Olympiakos wegen einer Muskelverletzung.
Auf Wunsch von Beichler und den Spielern wird in Liefering vor nur 500 Zuschauern gespielt, nicht ins große Stadion übersiedelt wie es noch passierte, als vor acht Jahren die Mannschaft um Xaver Schlager, Amadou Haidara, Patson Daka unter Marco Rose die Youth League gewann. In der Gruppenphase gewann Salzburg im Herbst von sechs Spielen fünf (3:2 bei Sparta Prag, 5:1 gegen Stade Brest, 3:2 gegen Dinamo Zagreb, 1:0 in Leverkusen, 3:2 gegen Paris St. Germain), musste sich lediglich in Rotterdam gegen Feyenoord mit einem 2:2 begnügen. In der k.o.-Phase stieg Salzburg heuer gegen Celtic Glasgow nach einem 1:1 im Elfmeterschießen auf, bezwang Atletico Madrid im Achtelfinale 2:1. Eine beeindruckende Serie, die für Qualität spricht.
Reicht die auch für den Titelverteidiger? Olympiakos hat noch einige Spieler dabei, die letztes Jahr im Finale Milan 3:0 besiegtenn, schaltete im Achtelfinale Sturm in Graz nach Elfmeterschießen aus: „Eine Mannschaft, die leidenschaftlich verteidigt“, weiß Beichler, „aber wir werden mutig sein, auch wenn wir Geduld brauchen. Wir sind überzeugt, weiterzukommen!“ Das wäre auch von ihm eine Empfehlung für höhere Aufgaben. Beim Finalturnier in Nyon wäre der Sieger aus Trabzonspor gegen Inter Mailand am 25. April Salzburgs Gegner, wenn es um den Aufstieg ins Finale geht.