Fußball

Schalke-Euphorie dank Dejan Ljubicic! Comeback von Max Wöber

Vor fünf Jahren war Dejan Ljubicic Kapitän von Rapid, jetzt steht der 28 jährige Mittelfeldspieler mit Schalke vor dem Aufstieg in die deutsche Bundesliga. Er erzielte beim 3:2 (2:2) im Spitzenspiel bei Paderborn zwei Tore. Schale lag nach 32 Minuten 0:2 zurück, Ljubicic erzielte das 1:2 und im Finish das Siegestor. Das bejubelte auf der Trainerbank auch der an der Schulter verletzte bosnische Superstar Edin Dzeko im Trainingsanzug. Beim Schalke-Jubel vor den Fans „drückte“ Dzeko  mit zufriedenem Lächen Ljubicic. Tabellenführer Schalke hat sieben Punkte mehr als der Dritte, kann Samstag im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf schon mit einem Unentschieden den Aufstieg fixieren: „Das lassen wir uns von keinem mehr nehmen“, versprach Ljubicic. Letzten Sommer war er  nach vier Saisonen beim 1. FC Köln ablösefrei zum kroatischen Meister Dinamo Zagreb gewechselt, wollte aber nach einem halben Jahr wieder zurück nach Deutschland. Schalke kaufte ihn um 750.000 Euro. Nicht zuletzt, weil sich Trainer Miron Muslic für ihn starkgemacht hatte. Sonntag versicherte der gebürtige Bosnier, der in Tiol aufwuchs: „Es gibt in Deutschland keinen glücklicheren Trainer als mich.“ 2020 war der 43 jährige 16 Spiele lang Trainer in Österreichs zweiter Liga beim Floridsdorfer AC, 2021 zehn in der Bundesliga bei Ried. Als ihn Schalke letzten Sommer verpflichtete, titelte das Massenblatt „Bild“  noch „Miron wer?“ Der Aufstieg war kein Thema. Samstag wird er fixiert. Und Miron Muslic steht gemeinsam mit Sportvorstand Frank Baumann (früher Werder Bremen) für den Höhenflug.

Auch ein anderer Ex-Rapidler hatte Sonntag Grund zum Jubeln: Max Wöber spielt nach monatelanger Verletzungspause erstmals in dieser Bundesligasaison bei Werder Bremen. Seit letztem August war er mit einer Wadenverletzung außer Gefecht. Sonntag wurde er nach 65 Minuten in Stuttgart beim 1:1 (1:0) gegen den deutschen Pokal-Titelverteidiger eingewechselt. Mit Wöber hielt Werder den wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Jetzt liegt Werder sechs Punkte vor dem Relegationsplatz. Der 28 jährige Wiener darf sich noch Hoffnungen auf ein WM-Ticket machen. Weil es kein Geheimnis ist, dass Teamchef Ralf Rangnick eine hohe Meinung von ihm hat. Außer Wöber spielt von Werders Österreichern nur Romano Schmid. Kapitän Marco Friedl war verletzt, Marco Grüll gesperrt. Über das Unentschieden in Stuttgart freuten sich auch Andreas Schicker und Christian Ilzer: Hoffenheim und Stuttgart sind punktgleich. Nächsten Samstag kann Hoffenheim mit einem Heimsieg Stuttgart überholen. Chancenlos war Philipp Lienhart vier Tage vor dem Semifinale der Europa League mit Freiburg beim Zweiten Borussia Dortmund. Bereits nach 32 Minuten lag Freiburg 0:3 zurück, am Ende hieß es 0:4. Marcel Sabitzer spielte bei Dortmund durch, Teamneuling Carney Chukwuemeka ab der 84. Minute.

Foto: Schalke 04.

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