Fußball

Selbst der Sohn des „Weißen Riesen“ hofft auf Salzburg-Tickets

Nur noch sechs Tage bis zum geilsten Spiel der Klubgeschichte wie Red Bull Salzburg das Duell gegen den FC Liverpool um den Aufstieg ins Achtelfinale der Champions League bezeichnet.  Die Nachfrage für Karten reißt nicht ab, obwohl eigentlich inzwischen bekannt sein müsste, dass alle Salzburger Heimspiele bereits im August vor der Auslosung so gut wie ausverkauft waren. Die Preise am Schwarzmarkt kletterten ständig in die Höhe. Also sah sich Salzburgs Management veranlasst zu warnen, bei Karten, die via Internet angeboten werden, zuzugreifen. Namentlich genannt wurden Viagogo, Willhaben etc. Die Devise heißt: Wer Karten bei Dritten kauft, hat keine Garantie, Dienstag Abend ins Stadion zu kommen.

Inzwischen laufen in Salzburg Diskussionen, wann die Begeisterung größer war. Derzeit um Erling Haaland, Hee Chan Hwang, Zlatko Junuzovic, Takumi Minamino, Andreas Ulmer etc. oder damals 1994 noch zu Zeiten von Austria Salzburg, als die Mannschaft um Salzburger Heroes wie Heimo Pfeifenberger und Wolfgang Feiersinger, mit Otto Konrad im Tor, Kapitän Heribert Weber, Adi Hütter und dem kroatischen Torjäger Nicola Jurcevic mit Otto Baric als Trainer, in Wien ins UEFA-Cup-Finale stürmte, weil das eigene Stadion in Lehen viel zu klein war: „Wir hätten damals das Happel-Stadion zweimal verkaufen können, so groß war die Begeisterung“, erinnerte sich der damalige Boss Rudi Quehenberger an die Spiele gegen Eintracht Frankfurt, Karlsruhe und Inter Mailand. Dienstag wird Ehrenpräsident Quehenberger selbstverständlich live dabei sein. Einig sind sich alle: Sollte es gelingen, Liverpool zu eliminieren, dann haben Haaland & Co ihre megapopulären Vorgängern den Rang abgelaufen.

Wie sehr das Match interessiert, zeigte schon die Tatsache, dass sich selbst der Sohn des „Weißen Riesen“ bemüht, über Bekannte an Karten heranzukommen., Der Weiße Riese, das ist der legendäre Leopold Stastny (Bild oben), der von 1968 bis 1975 in 49 Länderspielen Österreichs Teamchef war, mit Pech die Qualifikation zur  Weltmeisterschaft 1974 im Gelsenkirchener Entscheidungsspiel gegen Schweden (1:2) nicht schaffte. In Stastyns Ära waren drei Spieler von Austria Salzburg, Karl Kodat, Hannes Winklbauer und Franz Bacher, zu Teamehren gekommen. Stastnys Sohn Michael lebt in Prag. Zu Salzburgs Pressechef Christian Kircher gäbe es ja einen Bezug: Dessen älterer Bruder Herwig absolvierte 1974 als Rechtsverteidiger der Meistermannschaft von VOEST Linz sein einziges Länderspiel unter Stastny beim 1:0 gegen Ungarn in Wien. Aber so gerne Christian Kircher auch mit Karten geholfen hätte, diesmal scheint es ein Ding der Unmöglichkeit zu sein.

Foto: Schülerliga.

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