Fußball

Stand-in Manager Kitzbichler litt weniger als Home-Coach Hasenhüttl

Das mutierte Covid 19-Virus bringt die englische Premier League durcheinander. Mittwoch musste deshalb als zweites Match nach Everton – Manchester City am Montag das Londoner Derby zwischen Tottenham und Fulham dreieinhalb Stunden vor Anpfiff abgesagt werden Wegen positiver Fälle bei Fulham. Gegen Fulham hatte am Stefanitag im Westen Londons Southampton 0:0 gespielt. Das hatte aber nichts mit dem Fehlen von Ralph Hasenhüttl auf der Trainerbank zu tun. Ein positiver Corona-Test in seinem Haushalt zwang den 53 jährigen Erfolgstrainer aus Graz dazu, das 0:0 gegen West Ham daheim vor dem TV-Schirm zu verfolgen. Daher feierte sein Tiroler Assistent  Richard Kitzbichler sein Debüt als „Stand in-Manager“. So heißen in England Co-Trainer, die den verhinderten Chef vertreten. Kitzbichler litt dabei weniger als Hasenhüttl als Home-Coach, der die zweite Hälfte auf den Knien vor dem Fernsehgerät verfolgte. Kitzbichler war nach dem Schlusspfiff hingegen schon ziemlich cool, als er auf den Rasen des St.Mary´s zu den Spielern ging (Bild oben). Am wichtigsten war ihm das clean sheet, sprich das zu null. Vorne fehle derzeit die nötige Power. Drei Tore gelangen zwar in den letzten zwei Partien, aber keines zählte. Alle wegen Abseits.

Fazit des Stand in-Managers: „Wir haben viel über technisch Hilfsmittel dazugelernt!“ Dank derer blieb Hasenhüttl vor dem Spiel und in der Pause mit der Mannschaft verbunden, während der Partie mit Co-Trainer Craig Fleming  auf der Bank. Der Chef vermisste daheim vor allem die Live-Töne, die er sonst in der Coaching Zone mitbekommt. Das verriet er den Medien auf der Zoom-Pressekonferenz aus seinem Haus. Im Stadion redete Kitzbichler. Der 46 jährige, der vor Hasenhüttl auch in Salzburg und Peking unter Roger Schmidt gearbeitet hatte, bei Österreichs Serienmeister Video-Analyst unter Huub Stevens, Ricardo Moniz, Adi Hütter und Oscar Garcia gewesen war,  konnte nicht das Wehklagen verstehen, weil die Saints aus den letzten vier Runden nur drei Punkte durch Unentschieden in London gegen Arsenal und Fulham  (1:1, 0:0) und daheim gegen West Ham (0:0) holten, gegen Manchester City 0:1 verloren: „26 Punkte aus 16 Spielen sind schwer in Ordnung, wir dürfen doch nicht vergessen, woher wir kommen!“

Das sagte er nach dem letzten Match der Saints vor Jahreswechsel ganz im Sinn von Hasenhüttl, der später feststellte, dass nur Liverpool mit Jürgen Klopp in diesem Kalenderjahr mehr Siege feierte als seine Mannschaft. Nämlich 22 gegenüber 15, auf die auch Jose Mourinho mit Wolfsbergs Europa League-Gegner Tottenham kam. Mittwoch gab es neue Corona-Tests bei Southampton. Von dem Ergebnis bei Hasenhüttl  hängt es ab, ob er Montag gegen Liverpool, zum Duell gegen Jürgen Klopp, wieder auf die Bank darf. Der Tabellenführer schaffte Mittwoch im Schneeregen bei Newcastle und dem Ex-Rapidler Joelinton nur in 0:0, ließ einige Sitzer aus.

Foto: FC Southampton.

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