Fußball

Standards sind Austrias größte Hoffnung im „Finale“ um letzten Europacupplatz

Mit Red Bull Salzburg und Sturm Graz treffen Sonntag die Meister der letzten zwölf Jahre aufeinander. Das Duell entscheidet, wer bis Montagabend Tabellenführer der Meistergruppe ist: Titeeverteidiger Sturm reicht ein Unentschieden, Salzburg braucht den ersten Sieg gegen die Grazer in dieser Saison. Daheim gab es zuletzt zwei Niederlagen gegen die Grazer, was zuletzt vor zwölf Jahren passierte. Sturm ist seit zehn Spielen ungeschlagen, die einzige Mannschaft in der Meistergruppe ohne Niederlage – zugegebenermaßen aber seit vier Runden sieglos. Trainer Fabio Ingolitsch erwartet zwar ein wildes Spiel – aber es wäre eine Überraschung, sollten die Grazer nicht wie gewohnt mit tiefstehender Fünferabwehr agieren, auf Konterchancen warten. Mit offenem Visier wird keiner  den Schlager beginnen.

In Wien gibt es davor ein Finale um den letzten Europacupplatz zwischen der Austria und Hartberg. Das ist die Ausgangsposition nach dem Cupsieg des LASK. Die Austria gewann in der Meistergruppe bisher nur einmal _ am 22. März 1:0 in Hartberg durch ein Tor von Kapitän Manfred Fischer. Gegen die Steirer muss der erste Heimsieg seit dem 2:0 im Derby gegen Rapid im Grunddurchgang her, um auf Europacupkurs zu bleiben. Mit Johannes Eggestein und Abubakr Barry könnten zwei Schlüsselspieler, die zuletzt fehlten, wieder dabei sein. Aber die schärfste violette Waffe werden die Standards sein:  Austria traf in dieser Saison 20 mal nach Standards, zuletzt auch beim 1:1 in Graz gegen Sturm. Das ist ex equo mit WSG Tirol der Topwert in der Liga.  Mehr Tore nach Standards gelangen der Austria zuletzt in der Saison 2016/17, als Thorsten Fink Trainer war.  Damals gelangen 27. Jeder der letzten acht Austria-Treffer gegen die Steirer erzielte die Austria nach Standards: Sechs nach Eckbällen, je eines nach einem Outeinwurf und einem Elfmeter. Trainer Stephan Helm (Bild) wird es egal sein, wie Tore fallen – Hauptsache, sie fallen. Helm hat gegen Hartberg eine ausgeglichene Bilanz – je zwei Siege und Niederlagen, ein Unentschieden.

Der Schiedsrichter ruft bei Austria  keine guten Erinnerungen hervor: Der Salzburger Sebastian Gishammer pfiff letzte Saison auch bei der bitteren 0:1-Heimniederlage im Cupsemifinale gegen Hartberg und zeigte nach Schlusspfiff Aleksandar Dragovic die rote Karte.

Foto: Yigit Oerme.

2

Meist gelesen

Nach oben