Fußball

Sturm wie in der Champions League! Auch Rapid bekam mit Westham und Dinamo Zagreb attraktive Gegner

Traumlos für Sturm Graz in der Europa League, das sich anfühlt, als würden die Grazer in der Champions League spielen. Das sagte sowohl Sportchef Andreas Schicker als auch Zoran Barisic, als sie wussten, welche Gegner Sturm bei der Auslosung in Istanbul bekam: AS Monaco aus Frankreich, Hollands Vizemeister PSV Eindhoven und Real Sociedad San Sebastian aus Spanien, die Ex-Mannschaft von Rapid-Trainer Didi Kühbauer in Spielerzeiten. Aber auch Rapid darf sich nicht beschweren: Es geht gegen West Ham, nach zwei Runden der Premier League Tabellenführer, gegen Kroatiens Serienmeister Dinamo Zagreb und Belgiens Vizemeister Genk, gegen den die Hütteldorfer in der Gruppenphase schon 2013 unter Trainer Barisic (1:1, 2:2)  und drei Jahre später unter Mike Büskens (3:2) und Damir Canadi (0:1) spielten. Dass sich Barisic, Kühbauer und Kapitän Max Hofmann nur als Außenseiter fühlten, lag auf der Hand.

Großer Jubel in Graz über die Hammergruppe, wie es Schicker ausdrückte, der seiner Mannschaft aber zutraute, „etwas mitzunehmen“. Monaco scheiterte  in den Play-offs zur Champions League als eigentlich bessere Mannschaft an Ukraine-Meister Schachtjor Donezk in Charkiw, PSV Eindhoven  an Benfica Lissabon. Zudem gab es von Monaco in der Meisterschaft mit einem Punkt aus drei Runden einen schlimmen Fehlstart. Aber in der Mannschaft von Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac steckt viel Klasse: Mit dem französisch-deutschen Stürmerduo  Wissam Ben Yedder und Kevin Volland, dem russischen Teamspieler Alexander Golowin, dem Portugiesen Gelson Martins, dem Brasilianer Caio Henrique. Im Tor steht Alexander Nübel, Leihgabe von Bayern München, der beim deutschen Meister als Nachfolger von Manuel Neuer eingeplant ist.

Mindestens genauso attraktiv ist PSV Eindhoven, die Mannschaft von Ex-Salzburg-Meistertrainer Roger Schmidt. Mit Mario Götze (Bild oben), der Deutschland 2014 im WM-Finale gegen Argentinien im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro in der Verlängerung mit seinem Goldtor zum WM-Titel schoss, mit dem israelischen Torjäger Eran Zahavi , dem Ex-Salzburger Andre Ramalho und Österreichs Teamneuling Phlipp Mwene. Real Sociedad verstärkte vor zwei Tagen seinen Angriff noch mit dem norwegischen Teamstürmer Alexander Sörloth, der von RB Leipzig kam. Als Ergänzung zum spanischen Teamspieler Mikel Oyarzabal und zum Schweden Alexander Isak. Weitere Neuerwerbungen: Australiens Teamtorhüter Matthew Ryan von Brighton und der slowakische Mittelfeldspieler Peter Pokorny, der im Frühjahr als Salzburg-Leihgabe mit St. Pölten aus der  Bundesliga abstieg.

In Graz sind bei den Heimspielen volle Tribünen garantiert, in Hütteldorf kann man gegen West Ham und Dinamo Zagreb ein ausverkauftes Weststadion erwarten. West Ham schlug in den ersten zwei Runden auswärts Newcastle 4:2, daheim im London Stadium Cupsieger Leicester 4:1, Samstag wird gegen Crystal Palace der dritte Sieg in Serie erwartet. Der Trainer hat einen klingenden Namen: David Moyes war elf Jahre bei Everton, ehe er im Juli 2013 bei Manchester United Nachfolger des legendären Sir Alex Ferguson wurde. Allerdings nur für sieben Monate. Schon 2017/18 trainierte der 58 jährige Schotte West Ham  (mit Marko Arnautovic), musste danach aber gehen. Im Dezember 2019 wurde er zurückgeholt, als West Ham auf einem Abstiegsrang stand. West Ham stützt sich auf den 36jährigen polnischen Tormann Lukas Fabianski, im Abwehrzentrum auf den Italiener Angelo Ogbonna und den Tschechen Vladimir Coufal, im Mittelfeld sind der englische Teamspieler Declan Rice (22), der Tscheche Tomas Soucek (26) und der Spanier Pablo Fornais (25) tonangebend, vorne wirbeln der Algerier Said Benrahma und der in Jamaika geborene Engländer Michail Antonio. Didi Kühbauers Assistent Thomas Hickersberger gilt als großer Fan von West Ham, beobachtete privat mit seinem Sohn in London West Ham-Heimspiele.

Dinamo Zagreb macht derzeit ein Tief durch. In den Play-offs zur Champions League an Moldawiens Meister Sheriff Tiraspol krachend gescheitert, kein Tor erzielt – 0:3 in Tiraspol, daheim nur 0:0. Das Stürmerduo Bruno Petorvic-Mislav Orsic, letzte Saison in der Europa League für Wolfsberg zu stark, trifft nicht, ist außer Form. Trainer Damir Krznar steht in der Kritik, der Sprung vom Assistenten zum Chef soll ihn überfordern. Krznar folgte auf Zoran Mamic, der wegen Betrugs in Millionenhöhe bei Spielertransfers  verurteiltwurde. Ebenso wie sein Bruder Zdravko, der ins bosnische „Exil“ flüchtete, von dort aber als eine Art „Pate“ Dinamo weiterhin dirigieren soll. Verteidiger Josko Gvardiol wurde bereits um 18,8 Millionen Euro an RB Leipzig verkauft, möglicherweise folgen bis zum Transferschluss am Dienstag noch weitere Stützen. Wie Tormann Dominik Livakovic und Mittelfeld-Regisseur Lovro Majer.

Bei Sturm und Rapid sind hingegen Neuzugänge angesagt, Bei Sturm ein Abwehrspieler, bei Rapid einer, der wirklich eine Verstärkung bedeutet, wie es Barisic Freitag ausdrückte, dies mit Gratuationen für Trainerteam und Spielern für das, was sie im August ablieferten, verband. Der von Kühbauer geforderte Flügelflitzer ist in Österreich nicht am Markt, Barisic denkt aber nicht an einen Ausländer auf Leihbasis, will für Rapid Werte schaffen. Das bedeutet Spieler holen, die man vielleicht einmal mit Gewinn verkaufen kann.  U 21-Teamspieler Thierno Ballo ist kein Thema, weil er kein Flügel ist.

Die Auslosung für Österreichs Legionäre: Trainer Oliver Glasner und Martin Hinteregger spielen mit Eintracht Frankfurt fegen Griechenlands Meister Olympiakos Piräus, Fenerbahce Istanbul und Royal Antwerpen, Aleksandar Dragovic mit Roter Stern Belgrad gegen Braga aus Portugal, Bulgariens Meister Ludogorez Razgrad und Midttjylland aus Dänemark. Für Ferencvaros-Trainer Peter Stöger gibt es ein grün-weißes Duell gegen Celtic Glasgow, dazu quasi das Wiedersehen mit seiner Vergangenheit in der deutsche Bundesliga gegen Leverkusen mit Österreichs Teamkapitän Julian Baumgartlinger. Mit seinem Lokalrivalen aus Kölner Zeiten. Der vierte Gegner ist Betis Sevilla.  Die dritte Mannschaft in dieser Gruppe mit grün-weißen Klubfarben.

Foto: PSV Eindhoven.

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