Fußball

Teamneulinge mit Selbstvertrauen: Affengruber und Chukwuemeka

Letzte Woche versicherte Teamkapitän David Alaba bei ServusTV im Rahmen der Serie „Servus WM! We are from Austria“, zu spüren, dass Österreich zur WM fährt, um Geschichte zu schreiben. Österreich war zwar 1954 Dritter, aber heuer wäre es schon Geschichte, sollte das Viertelfinale erreicht werden. Beim ersten Spiel im WM-Jahr am Freitag gegen Ghana wird Alaba leider nicht spielen. Beim Mannschaftstraining am zweiten Tag des Kurztrainingslagers in Marbella fehlte er, hatte ein individuelles Programm. Die vier Neulinge, Paul Wanner, Carney Chukwuemeka (Bild), David Affengruber und Tormann Florian Wiegele.

Über Affengruber war Montagabend im „Sport und Talk aus dem Hangar 7“  bei ServusTV zu hören, dass er in Spanien angeblich mit „Kaiser Franz“ Beckenbauer verglichen wird und bei Atletico Madrid Juventus und Manchester United zur Diskussion steht. Es ehrt Affengruber, dass er den Vergleich mit Beckenbauer als zu weit hergeholt empfand. Und dementierte, dass es konkrete Anfragen für ihn gab. Bei seinem ersten Medientermin beim Team meinte er aber doch, die erste Teamberufung wäre für ihn der Beweis, dass sein Weg der richtige war. Nämlich 2024 Sturm Graz als Meister zu verlassen und in die spanische zweite Liga zu Elche und Trainer Eder Sarabia, einen Basken, zu wechseln. Der Aufstieg gelang, jetzt kämpft Elche als Viertletzter um den Klassenerhalt. Da keiner der zehn Abwehrspieler in Rangnicks Kader aus der österreichischen Bundesliga kommt, war Affengrubers Weg vielleicht doch richtig.

Nicht nur Affengruber, auch Chukwuema stellte sich erstmals im Rahmen des Teams den Fragen der Medien. Rangnick habe ihn seit drei Jahren ständig darauf angesprochen, für Österreich zu spielen, auch Alaba habe sich telefonisch eingeschaltet. Zu für ihn schweren Zeiten, als er bei Chelsea wegen einer Knieverletzung pausieren musste.  Chukwuema war mit England U-19-Europameister, bestritt aber noch keines seiner bisher 97 Profispiele bei Aston Villa, Chelsea oder Borussia Dortmund über 90 Minuten. Ob die Premiere im österreichischen Teamdress stattfinden wird? Gegen Ghana und vier Tage später gegen Südkorea eher nicht. Aber Chukwueka hat keinen Zweifel, dass seine Entscheidung für Österreich die richtige war.

Chukwuema bezeichnete sich als aufregenden Spieler, sieht im System, das Rangnick spielen lässt, seine beste Position hinter den Spitzen. Teile seiner nigerianischen Familie leben in Wien, seine Mutter verwöhnt ihn regelmäßig mit Wiener Schnitzel oder Kaiserschmarrn. Chukwuemeka versichert, Deutsch zu lernen. „Oida, bist du deppert“ gehört bereits zu seinem Wortschatz.

Foto: ÖFB/Christopher Kelemen.

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