Fußball

Tirol, Wolfsberg und Altach gerettet: Abstiegsfinale in Linz

Altach durch ein 2:2 (1:0) beim GAK, Wolfsberg mit einem 1:0 (1:0)-Auswärtssieg gegen Ried und WSG Tirol durch ein 1:1 (1:0) gegen Blau-Weiß Linz am Innsbrucker Tivoli schafften in der vorletzten Runde der Qualifikationsgruppe die Rettung, können noch Platz zwei belegen und in die Europacup-Play-offs kommen. Im direkten Duell zwischen Blau-Weiß Linz und dem GAK fällt nächsten Samstag in Linz die Entscheidung über den Absteiger, Blau Weiß kann sich nur mit einem Sieg noch retten.

Die Samstag-Spiele brachten viel Spannung, auch durch eine Head-Set-Panne bei Isa Simsek, dem Schiedsrichter in Graz. Bei dem wurde das Head-Set zur Kommunikation mit dem VAR-Zentrum kaputt, musste gewechselt werden. Dadurch dauerte die Pause in Graz viel länger, lief das GAK-Spiel  noch, als die anderen zwei Partien schon beendet waren. Die Tiroler-Spieler verfolgten am Rasen des Tivoli gemeinsam die letzten Minuten in Graz, um dann über die Rettung zu jubeln.  Ein Knaller mit 97 km/h des Dänen Nikolai Baden Frederiksen (Bild) brachte Tirol schon nach 16 Minuten in Führung, in der 71. Minute brachte der Linzer Topscorer Simon Seidl nach sehenswertem Dribbling mit links durch sein achtes Saisontor die Chance auf den Klassenerhalt zurück. Die Tiroler gehen in ihre achte Bundesliga-Spielzeit in Folge. Präsidentin Diana Swarovski-Langes kam zum Jubeln in die Kabine, Sportchef Stefan Köck schickte via Sky Gratulationen an Ex-Trainer Thomas Silberberger nach Ried.

Der feierte dort mit Wolfsberg durch einen von Alessandro Schöpf verwandelten Handelfmeter den dritten Sieg hintereinander. Präsident Dietmar Riegler kam zum Jubeln mit den Spielern auf den Rasen, Silberberger bezeichnete die Mission Rettung als die bisher größte Herausforderung seiner langen Trainerkarriere: „Vor sechs Runden waren wir mausetot, jetzt haben wir eine Chance auf den Europacup. Weil wir eine Mannschaft geworden sind.“ In Graz gab es durch Dauerregen eine Wasserschlacht, in der Altach bis zur 87. Minute 2:0 führte und wie der Sieger aussah. Sehenswert war das elfte Saisontor von Patrick Greil zur Führung der Vorarlberger: Fast von der Outlinie überhob er den fünf Meter vor dem Tor stehenden GAK-Keeper Franz Stolz. Die GAK-Niederlage verhinderten zwei Joker, die in der 63. Minute eingewechselt wurden: Zunächst traf Kapitän Daniel Maderner, in der siebten Minute der Nachspielzeit Murat Satin. Die GAK-Spieler bejubelten den Ausgleich im Irrglauben, dass sie damit gerettet waren Danach erfuhren sie rasch die „bittere Wahrheit“. Gegen Blau-Weiß ist Verlieren verboten.

Foto: Gepa/Admiral.

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