Eishockey

Tolvanens Meister-Form läßt für die WM hoffen

Wie erwartet krönten sich EC Red Bull Salzburg Freitag zum vierten Mal hintereinander zum Sieger der ICE-League, erstmals seit 2007 auf eigenem Eis im ausverkauften Volksgarten. Das 4:0 (1:0, 2:0, 1:0) bedeutete den vierten Sieg im vierten Spiel gegen den KAC.  Nur fünfmal in der 25 jährigen Geschichte der Liga gewann der Meister die Finalserie ohne Niederlage, Salzburg schaffte bei seinem insgesamt zehnten Titel zum dritten Mal den sogenannten „Sweep“. Der Jubel am Eis und auf den Tribünen war groß. Kapitän Thomas Raffl brachte die Bullen in Führung, mit dem 2:0 nur 45 Sekunden des zweiten Drittels war praktisch alles gelaufen. Torschütze war mit Tyler Lewington einer der sechs ausländischen Salzburg-Verteidiger.

Großen Anteil an Salzburgs Triumph hatte Atte Tolvanen. Der 30 jährige Tormann aus Finnland wurde bereits zum wertvollsten Spieler der Play-offs gewählt. Das gelang Tolvanen nicht zum ersten Mal, sondern bereits zum dritten Mal. Er hatte eine Fangquote von 95,8 Prozent, kassierte in den vier Finalpartien nur zwei Treffer. Diese Form lässt für die Weltmeisterschaft in Stockholm hoffen. Dort spielt der eingebürgerte Tolvanen die erste WM seiner Karriere für Österreich als klare Nummer eins. Tolvanen ist seit vier Jahren bei Salzburg, mit ihm gewann Salzburg immer den Titel. Ebenso wie mit dem 46 jährigen Kalifornier Oliver David als Trainer, der vor zwei Jahren aus der Schweiz, wo er bei Biel Assistant Coach war, geholt wurde.

Einen Klassegoalie wie Tolvanen hatte Österreich bei den zwei Niederlagen gegen Ungarn in den WM-Tests drei und vier nicht. Auf das 2:4 (0:1, 1:1, 1:2) in Fehervar folgte Freitag in Akja nach 1:0-Führung durch Paul Huber eine 1:5-Abfuhr. Sprach Teamchef Roger Bader Donnerstag noch davon, dass es aus seiner Sicht eine unverdiente Niederlage war, gab er Freitag zu, dass Ungarns Sieg in Ordnung geht. Sein Team bekam zu viele leichte Tore. Ungarn bot mit einer Ausnahme sein komplettes WM-Team auf, Österreich fehlten doch rund 15 Spieler. Die von Salzburg und dem KAC sind auch nächste Woche in Linz beim dritten Camp mit den zu erwartenden Niederlagen gegen Weltmeister Tschechien nicht dabei, sondern erst beim vierten in Zell/See.

Foto: ICE League.

2

Meist gelesen

Nach oben