Fußball

Trotz Schwabs Rettung in 96.Minute ist 3:3 für Rapid wie eine Niederlage

Es bleibt dabei: Rapid kann in der Bundesliga daheim gegen Hartberg nicht gewinnen. Kapitän Stefan Schwab rettete vor 15.500 Zuschauern per Kopf mit seinem 50.Bundesligator in der 96.Minute gerade noch ein 3:3 (1:1), aber das fühlt sich für Grün-Weiß wie eine Niederlage an. Weil Rapid bis zur 25.Minute das Match schon hätte entscheiden können, das versäumt wurde, danach lässig wurde, dadurch Hartberg zum Leben erweckte. Es war ein Rückfall in alte Muster, die letzte Saison Rapid die Meisterrunde gekostet hatten. Und der wird Trainer Didi Kühbauer (Bild oben) mehr geärgert haben, als er es nach außen hin zeigte. Er sprach von einem herben Rückschlag. Schwab gab zu: „Es tut weh, daheim so wenig zu punkten!“

Kühbauer gab Christoph Knasmüllner wieder eine Chance, brachte die Offensiv-Variante mit Taxiarchis Fountas, Knasmüllner, Philipp Schobesberger und Aliou Badji in vorderster Front. Knasmüllner gab zwar den Assist zur schnellen Führung durch Fountas, brachte aber denn mit leichtfertigen Ballverlusten die Lässigkeit ins Spiel, die Rapid zum Verhängnis wurde, am Ende zwei Punkte kostete. Am Ende gab es keinen Rapidler, der zufrieden war. Auch nicht die Rapid.Leihgabe im orangen Hartberg-Dress, Patrick Obermüller. Den wird der späte Ausgleich auf´s Gemüt geschlagen haben, Aber der 20 jährige stellte Rapids kroatischen Innenverteidiger Mateo Barac zumindest in diesem Match klar in den Schatten. Beim Kroaten zeigte sich einmal mehr: Am wertvollsten ist er, wenn Rapid unter Druck steht. Wenn Grün-Weiß das Spiel machen muss, sind seine Fehlpasses und das schlechte  Stellungsspiel ein großes Ärgernis. Das war wieder der Barac, den Rapid am liebsten verkauft hätte.

Zu denken gaben einmal mehr die technischen Mängel von Badji und sein schlechtes Timing bei hohen Bällen. Bei einem Mann mit 1,91 Meter Größe unglaublich.  Der Assist von Linksverteidiger Max Ullmann zum 2:2 von Fountas, dem sechsten Saisontor des Griechen, ließ seine defensiven Schwächen bei allen drei Treffern der Hartberger nicht vergessen. Hartbers Präsidentin Brigitte Annerl jubelte schon in der Pause über das 1:1 von Jodel Doussou: „Ich hab´gewusst, der Zauberer macht ein Tor“. Bei der 2:1-Führung durch den Ex-Austrianer David Cancola nach 50 Minuten und dem Kontertor von Dario Tadic nach 83 Minuten zum 3:2 jubelte sie noch mehr. Der Konter folgte aif yeine Attacke von Tobias Kainz im Hartberg-Strafraum an Fountas, nach der eigentlich ein Elfmeterpfiff fällig gewesen wäre. Das gab der oberösterreichische Referee Stefan Ebner, nicht verwandet mit dem langjährigen Rapid-Sportkoordinator, nach dem Studium der TV-Bilder auch zu. Aber am Ende trauerte auch sie dem Sieg nach. Hartberg blieb auf Rang sechs, liegt aber nur noch einen Punkt  vor Mattersburg, noch drei vor WSG Swarovki Tirol und vier vor der Austria, die auf Rang neun zurückfiel. Rapid rettete gerade noch Platz vier vor Sturm Graz, versäumte es  aber, Wolfsberg einzuholen, liegt drei Punkte hinter dem LASK. Ein gebrauchter Sonntag für Rapid. Im Finish spielte statt Knasmüllner der 19jährige Bundeligadebütant Melih Ibrahimoglu, ein österreichischer Nachwuchsteamspieler. Damit setzte Kühbauer wieder ein Zeichen. Rapid beendete das Spiel mit einem 18jährigen (Dalibor Velimirovic), mit dem 19jährigen Ibrahimoglu und dem 20jährigen Kelvin Arase.

Sturm feierte mit 4:1 (1:0) gegen Admira den höchsten Sieg in der Ära von Nestor el Maestro, der ihn aber in die richtige Relationen brachte: „Nicht vergessen, wir haben gegen den Letzten gespielt“. Mattersburg kam  vor dem Heimspiel gegen Rapid beim 2:0 (0:0) in Altach zum dritten Sieg in neun Runden, den zweiten auswärts, hielt erstmals das zu „null“ in dieser Saison, Für die Führung sorgte der 21jährige Christoph Halper mit seinem ersten Tor in der Bundesliga. Altach verlor mit Ousmane Diakite seinen besten Kreativspieler durch einen Kreuzbandriss, den er ohne Fremdeinwirkung erlitt, beendete das Spiel nach Rot für Tormann Martin Kobras und Gelb-Rot für Matthias Maak nur mit neun Mann. Der Name des Nachfolgers von Georg Zellhofer steht nur drei Tage, nach dem sein Abschied verkündet wurde, fest, was zeigt, das hinter den Kulissen schon einige Zeit am Ende der Ära Zellhofer gearbeitet wurde. Ab 1. November  ist der 46jährige Christian Möckel Altach-Sportchef, für Präsident Peter Pfanner eins sehr erfahrener Experte. Weil er vier Jahre Scout bei Hoffenheim war, fünf Jahre beim 1.FC Nürnberg und zwei Jahre sportlicher Leiter bei Hannover 96, ehe er 2017 gehen musste. Seit damals war er ohne Job.

Foto: Gepa/Wien Energie.

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