Eishockey

Trotz sieben Niederlagen ist das Eishockeyteam besser als der Verband

Mittwoch beginnt in Wien die letzte Phase der Vorbereitung von Österreichs Eishockeyteam auf die WM in Stockholm. Mit dem Test gegen Kanada am Sonntag als absolutes Highlight. Bisher gab es in acht Vorbereitungsspielen das Ausrufezeichen mit dem 4:3 gegen Weltmeister Tschechien nach Verlängerung in Linz, aber sieben Niederlagen, zuletzt beim Comeback von Brian Lebler gegen Deutschland in Zell/See 2:3 und in Rosenheim 0:5. Beunruhigend, weil bei den Deutschen auch NHL-Legionäre und die Spieler vom Meister, den Berliner Eisbären, bei denen seit sechs Jahren Serge Aubin, der Ex-Trainer der Vienna Capitals, mit denen er 2017 Meister wurde, erfolgreich die Richtung vorgibt, fehlten? Für Teamchef Roger Bader nicht. Weil er beim 0:5 mit den Schweiz-Legionären Dominic Zwerger und Oliver Achermann, Paul Huber, Lukas Kainz und Clemens Unterweger fünf Spieler nicht einsetzte, die er bereits  fix für das finale Camp in Wien eingeplant hatte. Eines steht fest: Trotz der sieben Niederlagen ist das Team sicher besser als Verband, der auch für das Kanada-Spiel keinen Sponsor fand. Bedenklich ist hingegen der WM-Abstieg des Unter 19-Teams in die Drittklassigkeit.

Für Bader gilt es in dieser Woche sein WM-Team zu finden. Er wird vermutlich gegen die Kanadier die Formation spielen lassen, mit der er auch für den WM-Auftakt gegen Finnland am 9. Mai plant. Dazu gehört sicher der eingebürgerte finnische Tormann Atte Tolvanen von Meister EC Red Bull Salzburg, wieder zum wertvollsten Spieler des Play-offs in der Meisterschaft gewählt.  Am 9. Mai ist aber auch der Geburtstermin für sein erstes Kind. Tolvanen wird Sonntag sein zweites Länderspiel bestreiten, das Debüt im Februar beim Viernationenturnier in Oslo gab es eine 2:5-Niederlage gegen Frankreich. Bei der WM muss es gegen die Franzosen besser laufen. Auch bei den Stürmern gibt es zwei Verstärkungen: den 21 jährigen NHL-Legionär Marco Kasper nach seiner erste kompletten Saison mit den Detroit Red Wings, in der er in 77 Spielen 19 Tore erzielte und 28 Assist lieferte. Und den ein Jahr jüngere Vinzenz Rohrer (Bild), derzeit Österreichs erfolgreichster Legionär, der in den letzten zwei Saisonen mit dem Züricher SC drei Titel gewann. Rohrer ist zweifacher Schweizer Meister und Champions League-Sieger.

Kurz nach Meisterschaftsende sind die Vereine bereits voll damit beschäftigt, neue Legionäre zu engagieren. Die Vienna Capitals präsentierten zwei 28 jährige Verteidiger: Simon Bourque kommt von Bozen, Nelson Nogier, der elf Spiele in der NHL bestritt, von Straubing. Die Grazer 99ers verpflichteten Ex-Villach-Stürmer Chris Collins von Augsburg.

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