Fußball

Typisch Rapid: Mit dem ersten Torschuss begann Aufstieg – aber Kritik von Stöger

Rapid erfüllt glanzlos die Pflicht, mehr war das 2:1 (2:0) in der zweiten Cuprunde vor 6000 Zushauern bei Oberwart nicht. Es lief nicht anders als drei Tage zuvor beim 4:1 in Hütteldorf gegen WSG Tirol: Rapid ging auch in der zweiten beim Regionalligaklub mit dem ersten Schuss, der aufs Tor ging, in Führung. Sonntag dauerte dies 21 Minuten, beim Spiel des Jahres im Burgenland eine weniger. Nikolaus Wurmbrand, der Torschütze gegen Tirol, und Claudy Mbuyi leisteten die Vorarbeit, Rekordkauf Tobias Gulliksen, der anders als gegen die Tiroler statt Janis Antiste zu den ersten elf gehörte, erzielte sein erstes Tor für Rapid. Die zweite Veränderung hieß Marco Tilio statt Dominik Weixelbraun. So wie Sonntag erhöhte Rapid knapp vor der Pause auf 2:0. Wieder durch Gulliksen, Wurmbrand leistete mit letztem Ersatz die Vorarbeit. Bei beiden Treffern sah Radislav Tanashchuk, der 19 jährige Torwart von Oberwart aus der Ukraine, nicht wirklich gut aus.

So wie Sonntag kassierte Rapid bald nach der Pause das Anschlusstor. in Oberwrt duerte es nicht bis zur 53. Minute, sondern bis zur 55. Minute. Philipp Raux Yao verschuldete einen Elfmeter, den der ehemalige Hartberg-Spieler Lukas Ried verwandelte. Torhüter Niklas Hedl kam zwar mit den Händen an den Ball, aber das half nichts. Anders als gegen die Tiroler kam Rapid einem dritten oder gar vierten Tor in der Rapid-Viertstunde nicht nahe. Obwohl Trainer Peter Stöger nach 68 Minuten wieder dreimal wechselte, Ercan Kara, Weixelbraun und Furkan Demir für den Doppeltorschützen Gulliksen, Wurmbrand und Jannes Horn brachte, später Kapitän Matthias Seidl für Tilio. Alles wirkte etwas wie eine Pflichtübung, die man mit möglichst wenig Aufwand erledigen wollte. Die Gefahr, in die Verlängerung zu müssen, bestand nicht wirklich. Bei Oberwart war jeder stolz auf die Leistung, von Stöger gab es kritische Töne: „Vieles von dem, was wir uns vorgenommen haben, war nicht zu sehen. Vielleicht war es ein gutes Zeichen, zu sehen, dass Qualität ohne Aggressivität, Intensität und Tiefgang nicht reicht!“

Auch Sturm Graz erfüllte in Vorarlberg bei Räthis mit dem 2:0 (1:0) die Pflicht, tat sich weiter ohne Otar Kiteishvili allerdings schwer. Der 19 jährige Pole Filip Rozga, der erstmals zur Startelf gehörte, erzielte vor der Pause die Führung, traf danach die Latte. Der Tabellenführer der Eliteliga Vorarlberg verteidigte so gut, dass der zweite Treffer, das erste Tor von Maurice Malone für den Meister, erst in der 90. Minute fiel.

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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