Die fünfte Auflage der National League ist derzeit nicht das Thema, das Österreichs Teamchef derzeit am meisten beschäftigt. Das wird es erst nach der Weltmeisterschaft sein, was durchaus nachvollziehbar ist. Sollte Ralf Rangnick danach weiter im Amt bleiben, dann wird er an den Beginn seiner Ära erinnert: mit vier Nations League-Spielen in zwölf Tagen. So war es im Juni 2022 in Liga A gegen Kroatien, Dänemark und Frankreich, so wird es heuer zwischen 24. September und 4. Oktober in Liga B zuerst mit Heimspielen gegen Israel und den Kosovo, gegen Irland in Dublin und dann in Pristina gegen den Kosovo sein. Das schätzt Rangnick als besondere Herausforderung für alle Länder ein.
Er findet es als gut, da in seiner Amtszeit noch gegen keinen der drei Gegner gespielt wurde. Auch die Reisen zu den Auswärtsspielen sind überschaubar, nach derzeitigem Stand wird Israel wie in der WM-Qualifikation seine Heimspiele auf neutrale Terrain austragen, möglicherweise erneut in Ungarn. Mit dem Ex-Salzburger Oscar Gloukh, derzeit bei Ajax Amsterdam, und Ex-Wolfsberg-Torjäger Tai Baribo, derzeit in der nordamerikanischen Major Soccer League bei Philadelphia, hat Israel Leistungsträger mit Österreich-Vergangenheit. Irlands Teamchef Heimir Halmgrimssson ist ein Isländer. Im Kampf um das WM-Ticket schaltete Irland überraschend Ungarn durch einen Hattrick von Alkmaar-Stürmer Troy Parrott aus, spielt in den Play-offs zunächst in Tschechien. Rangnick sieht in den Iren eine sehr emotionale Mannschaft. Mit seinem Vorgänger und möglicherweise künftigen Gegner Franco Foda unterhielt sich Rangnick kurz vor der Auslosung: „Die Chance, sich noch für die WM zu qualifizieren, ist scheine großartige Leistung!“
So wie bei der Weltmeisterschaft gegen Jordanien, Argentinien und Algerien der Aufstieg das Ziel ist, wird es in der Nations League die Rückkehr in die Liga A sein. Das würde attraktivere Gegner und auch höhere Einnahmen bringen. In der obersten Liga wird es nach der WM heiße Duelle geben. In der Gruppe mit Frankreich, Italien, Belgien und der Türkei oder in der mit Deutschland, Holland und Serbien oder in der mit Spanen, Kroatien und England. Thomas Tuchel bleibt bis zur Heim-Europameisterschaft 2028 Teamchef der „Three Lions“. Der Vertrag mit dem Deutschen wurde noch vor der WM verlängert.
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