Fußball

Von Bayern über Dortmund bis zu Österreichs U 17: Ärger über Hands

Die Auslegung der Handsregel sorgt derzeit wohl weltweit für Ärger. Weil dabei scheinbar mittlerweile total die Willkür regiert. Egal ob mit Videobeweis oder ohne. Der letzte Samstag lieferte wieder den Beweis. Von der deutschen Bundesliga bis zur Unter 17-Europameisterschaft in Irland, wo Österreichs 0:3 (0:3)-Startniederlage gegen Spanien von einer Hands-Fehlentscheidung vom Referee aus Litauen und seinen Assistenten aus Kasachstan beim Stand von 0:0 eingeleitet wurde. In Deutschland gab es bei Bayerns 3:1 gegen Hannover, dem 2:2 zwischen Werder Bremen und Borussia Dortmund sowie dem 3:1 von Hertha BSC Berlin gegen VfB Stuttgart heiße Diskussionen, ob zu Unrecht ein Elfmeter gepfiffen wurde, ob elfmeterreife Handsvergehen falsch eingeschätzt oder  gar übersehen wurden, warum der Videoasssistent im Kölner Keller nicht eingriff. Kurz vor Mitternacht gestand der Projektleiter Videobeweis im DFB, Ex-Referee Jochen Drees, im Sportstudio des ZDF Fehlentscheidungen ein. Wegen menschlichem Versagen, das immer passieren kann. Samstag nicht zum ersten Mal. Auch eineinhalb Wochen zuvor beim entscheidenden Elfmeterpiff für Bayern München zum Siegestor im Pokalsemifinale bei Werder Bremen.

Keinen Videobeweis gibt es bei der Unter 17-EM. Den hätte man eigentlich auch gar nicht gebraucht. Denn es war unübersehbar, dass in den 30 starken Minuten von Österreichs Zukunftshoffnungen (Bild oben) gegen die Spanier im Dubliner Stadion Carlisle Grounds vor 2500 Zuschauern ein Elfmeterpfiff ausblieb. Als Spaniens Verteidiger Alvaro Carillo bei einem Freistoß des Austrianers Stefan Radulovic  (Bild oben), des lange Zeit auffälligsten Österreichers, in den spanischen Strafraum im Sprung mit der ausgestreckten rechten Hand klärte. Ob das Führungstor die klare österreichische Niederlage am Ende verhindert hätte? Diskussionen darüber sind nachher sinnlos. „Wir waren sehr gut im Spiel, haben unser Vorgaben hervorragend gegen eine fußballerisch bessere Mannschaft umgesetzt. Es lief so, wie wir uns das vorgenommen hatten. Leider gelang der entscheidende Pass nicht. Eine Führung hätte uns sicher geholfen. Wie weit, kann nachher keiner sagen“, meinte Teamchef Manfred Zsak. So begann mit Spaniens Führung nach 34 Minuten der Untergang. Nur zwei Minuten später das 0:2, dem fünf Minuten darauf das 0:3. Beim eigentlich aussichtslosen Versuch, ,in der zweiten Hälfte das Match zu drehen, wuchs Rapids Torhüter Nikolaus Polster zum besten Mann. Weil er bei spanischen kontern eine höhere Abfuhr verhinderte.

Die Konsequenz aus der Startniederlage gegen Favorit Spanien. Dienstag muss gegen Italien im City Calling Stadium von Longford ein Sieg her, um im letzten Match gegen Deutschland noch eine Chance auf Platz zwei zu haben. Die Italiener bezwangen Samstag Deutschland 3:1, gewannen vor zwei Monaten bei der Eliterunde in Antalya gegen Österreich souverän 4:1. Wäre fast ein Wunder sollte Dienstag die Revanche gelingen.

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