Fußball

Von Laimer bis Dovedan: 23 „Ösis“ um Champions und Europa League, Aufstieg, gegen Abstieg

Konrad Laimers Höhenflug mit RB Leipzig geht weiter.  Drei Tage nach dem Aufstieg ins Semifinale der Europa League gelang in der Bundesliga durch ein 1:0 (0:0) bei Bayer Leverkusen der Sprung auf Platz drei auf Koten der Werkself. Für das goldene Tor sorgte der Ex-Salzburger Dominik Szoboszlai mit seinem ersten Auswärtstreffer in der Bundesliga. Der Ungarn war einer der sieben Neuen, die im Vergleich zum Donnerstag neu in die Startelf kamen. Torjäger Chrstopher Nkunku spielte erst in der zweien Hälfte, Laimer kam nach 57 Minuten statt des Schweden Emil Forsberg. Leipzig blieb im 14. Spiel hintereinander ungeschlagen.

Laimer ist einer der 23 Österreicher in der deutschen Fußballszene, die bis Saisonende gegen Landsleute um Qualifikation für Champions und Europa League, den deutschen Pokal, den Klassenerhalt und den Aufstieg kämpfen. 16 sind es in der Bundesliga, sieben in der zweiten Liga. Laimer gegen Philipp Lienhart und Freiburg heißt das Duell um einen Champions League-Platz. Leipzig hat drei Punkte mehr. Vielleicht schaffen es auch beide, Freiburg legt als Fünfter nur einen Punkt hinter Leverkusen. Im Finale des Pokals könnten Laimer und Lienhart auch noch aufeinandertreffen.

Wenn es um einen der zwei Plätze in der Europa League geht, hat der Innenverteidiger derzeit mit Freiburg die besten Perspektiven. Vier Punkte mehr als Union Berlin mit Kapitän Christopher Trimmel, fünf mehr als der 1. FC Köln mit Florian Kainz, Dejan Ljubicic und Louis Schaub, sechs mehr als Hoffenheim mit Christoph Baumgartner, Florian Grillitsch und Stefan Posch. Trimmel spielte Sonntag in der Alten Försterei beim 2:0 (2:0) gegen Barcelona-Bezwinger Eintracht Frankfurt nur sechs Minuten, Trainer Urs Fischer schonte ihn für das Pokal-Semifinale am Mittwoch in Leipzig, für das Duell gegen Laimer. Frankfurt war nach dem Wunder von Nou Camp platt, physisch und mental nicht auf der Höhe. Trainer Oliver Glasner nahm das zu 100 Prozent auf seine Kappe. Martin Hinteregger verlor vor dem 0:1 gegen den Torschützen Taimo Awonyi den entscheidenden Zweikampf. Das war ihm in beiden Duellen gegen Barcelona nicht passiert. Seine Foul-Reklamationen blieb erfolglos. Hoffenheim ließ mit Baumgartner und Posch daheim beim 0:0 gegen Schusslicht Fürth zwei Punkte liegen, das fünfte Spiel hintereinander ohne Sieg.

Um den Klassenerhalt zittern müssen Xaver Schlager und Pavao Pervan mit Wolfsburg, Michael Gregoritsch mit Augsburg, Sasa Kalajdzic mit VfB Stuttgart sowie Manuel Prietl, Alessandro Schöpf und Patrick Wimmer mit Arminia Bielefeld. Die Lage des Trios verschlechterte sich Sonntag durch das 0:3 (0:2) gegen Bayer München. Seit sieben Runden warten sie vergeblich auf einen Sieg, für Schöpf wäre es der zweite Abstieg hintereinander. Letzte Saison passierte ihm dies bei Schalke. Bielefeld muss Samstag in Köln punkten. Bei Bayern gehörte Marcel Sabitzer zur Startformation, spielte 61 Minuten. Samstag kann Bayern daheim im Spitzenduell gegen Borussia Dortmund den zehnten Titel in Serie fixieren.

Bei den ersten fünf der zweiten Liga, die um den Aufstieg kämpfen, handelt es sich durchwegs um Österreicher-Klubs: Schalke verteidigte mit Martin Fraisl im Tor die Tabellenführung durch ein 5:2 (3:2) im Spitzenspiel bei Darmstadt. Der fünfte Sieg im fünften Spiel mit Ex-Rapid-Trainer Mike Büskens als Chef sorgte vor den letzten vier Runden für zwei Punkte Vorsprung. Reinhold Ranftl blieb bei Schalke auf der Bank, bei den Verlierern kam Matthias Honsak erst, als es 2:5 stand. Zweiter blieb Werder Bremen durch das 1:1 gegen den 1.FC Nürnberg, den Nicola Dovedan in Führung brachte. Bremens Ausgleich fiel nach der Auswechslung von Romano Schmid, der Assist kam vom Tiroler Marco Friedl. Samstag empfängt Schalke im Spitzenduell Werder Bremen. Guido Burgstaller ärgerte das 1:1 (1:0) des FC St. Pauli beim Nachzügler Sandhausen sehr. Sein 18. Saisontor aus einem verwandelten Elfmeter bedeutete die Führung, der Ausgleich fiel in der Nachspielzeit. St. Pauli blieb am Relegationsplatz, einen Punkt hinter Bremen, zwei vor Darmstadt, drei vor Nürnberg. Der Heimvorteil gegen Darmstadt am Millerntor sollte Samstag genutzt werden.

Foto: UEFA.

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