Fußball

Vor Trainingslager verdiente Salzburg rasch noch um die 13 Millionen

Donnerstag fliegt Red Bull Salzburg ins elftägige Trainingslager nach Katar, wandelt in der Aspire-Academy am Rande der Hauptstadt Doha  auf den langjährigen Spuren von Bayern München. 13 Trainings und zwei Tests, gegen den Katar-Klub Al Arabi, den „Ersatz“ für das Nationalteam der USA,  sowie den russischen Tabellenführer Zenit St. Petersburg stehen auf dem Plan, 27 Spieler sind dabei. Auch Rückkehrer Mergim Berisha, die 17 jährige Stürmerhoffnung Karim Adeyemi sowie drei 18 jährige, Liefering-Talente. Die Mittelfeldspieler  Peter Pokorny, ein Slowake, und Nicolas Seiwald, dazu der brasilianische Verteidiger Wallison. Mittwoch machte Salzburg rasch nochmals große Kassa, verdiente durch zwei Personalien um die dreizehn Millionen. Zehn kommen aus Wolfsburg für den 22 jährigen in Landshut geborenen kroatischen Innenverteidiger Marin Pongracic (Bild oben). Da kann es  je nach Wolfsberg-Erfolgen, sogar noch einen Nachschlag von bis zu zwei Millionen geben. 2017 musste Salzburg nur eine Million zahlen, um Pongracic von 1860 München zu bekommen. Um die drei Millionen zahlt Gent, Dritter der belgischen Jupiter League hinter dem FC Brügge und Charleroi, für den 20 jährigen Anderson Niangbo. Allerdings nicht, weil er im Bullen-Dress so überzeugt hatte, den er in der Bundesliga nie trug, sondern als Leihgabe bei Wolfsberg. Da kam der Stürmer von der Elfenbeinküste in 26 Partien auf neun Tore. Mit dem Gent-Angebot in der Hinterhand beorderte ihn Salzburg Anfang Jänner zurück, was durch eine Klausel im Leihvertrag mit den Kärntnern möglich war.

Vom Interesse an beiden wusste man seit Wochen, aber es kam eigentlich überraschend. Weil Pongracic bei Salzburgs Trainer Jesse Marsch anders als bei Vorgänger Marco Rose nicht mehr zum Stammpersonal gehörte, im Herbst nur fünfmal in der Bundesliga spielte, nur 45 Minuten in der Champions League. Marsch vertraute mehr auf Rekordkauf Max Wöber, Jerome Onguene und dann auf Andre Ramalho. Das entstand auch durch das Verletzunsgpech von Pongracic, der seit einem Muskelbündelriss Ende Februar 2019 nicht mehr richtig auf die Beine kam, noch dreimal verletzt war, insgesamt 196 Tage fehlte, damit 28 Spiele verpasste. Aber Wolfsburgs österreichischer Trainer Oliver Glasner erinnerte sich an die starken Leistungen des 1,91 Meter großen, hünenhaften Pongracic, die er als LASK.Trainer erlebte. Konnte Sportvorstand Jörg Schmadtke und Manager Marcel Schäfer mit seinen zukunftsorientierten Plänen um Pongracic überzeugen, sonst hätt der VW-Werksklub nicht so tief in die Tasche gegriffen. Dabei sagte man Pongracic in Salzburg mitunter nach, dass er es mit profihafter Einstellung nicht ganz genau nahm.

Mittwoch trainierte Pongracic erstmals in Wolfsburg. Bei der Mannschaft, die so wie Mönchengladbach die wenigsten Gegentore in der Bundesliga, nur 18 in 17 Runden, kassierte. Wenn die ihn trotz dieser Defensivstärke holt, hat das etwas zu bedeuten:“Er hat Qualitäten in der Spieleröffnung, macht uns variabler“, erklärte Glasner seinen „Winterwunsch“. Noch unerwarteter kam, das Jess Thorup, der dänische Trainer von Gent, so hinter Niangbo her war. Wo durch  Roman Yaremchuk, einer der Stürmerstars von Österreichs Europameisterschafts-Gegner Ukraine, für die Belgier stürmt. Aber offenbar erwartet sich Thorup von Niangbo als Partner für Yaremchuk mehr als bisher vom Ex-Rapidler Giorgi Kvilitaia. Gent trifft in der Europa League auf AS Roma. Salzburg bekam durch die Abgänge von Erling Haaland, zu Borussia Dortmund, Pongracic und Niangbo, den Verkauf von Verteidiger Kilian Ludewig an Barnsley und das das Leihgeschäft mit dem FC Basel um den Schweizer Innenverteidiger Jasper van der Werff mehr als 35 Millionen in die Kassa. Ein  gutes Wintergeschäft. Investiert wurde bisher praktisch nichts. Denn die Rückkehr von Berisha aus Altach war gratis.

Der Ansturm der Fans geht auch ohne Publikumsliebling Haaland weiter: Nach den ersten Stunden des Vorverkaufs für das Heimspiel in der Europa League gegen Adi Hütters Eintracht Frankfurt am 27. Februar waren bereits mehr als 10.000 Karten weg, damit die gesamte Nordkurve ausverkauft. Dabei dürfen vorerst nur Abonnementbesitzer Frankfurt-Ticktes kaufen. Für das Hinspiel bekam die Gästemannschaft Salzburg 2600 Karten, mehr als 2000 sind weg. Der Sonderzug mit 800 Plätzen war in drei Tagen ausverkauft. Erstmals in der Klubgeschichte gibt es für ein Heimspiel gegen den LASK einen geregelten Vorverkauf. So groß ist das Interesse für das Duell zwischen Meister und Vizemeister zum Start der letzten vier Runden des Grunddurchgangs am 14.Februar. Die Linzer begannen Montag mit der Vorbereitung. Das Ziel von Trainer Valerien Ismael: „So schnell als nur möglich wieder auf 100 Prozent kommen.“

Der Kooperationsklub des LASK in der zweiten Liga, die OÖ Juniors, sicherte sich einen routinierte Stürmer mit genug Bundesligaerfahrung: Der 34 jährige Rene Gartler kam aus St.Pölten, kehrte damit sozusagen zum LASK, für den er zwischen 2015 und 2018  in 109 Pflichtspielen 47 Tore erzielt hatte,  zurück. Der Transfer ein halbes Jahr vor dem Vertragsende in Niederösterreichs Hauptstadt war sein Wunsch. Für die Juniors unterschrieb Gartler bis 2022. Der Ex-Rapidler, dessen Vater Harry das Projekt des neuen LASK-Stadions auf der Gugl leitet, hat Linz eigentlich nie verlassen: Er blieb dort auch während seiner St.Pölten-Zeit wohnen, fuhr mit dem Zug zum Training und wieder zurück.

 

Foto: Red Bull Salzburg.

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