Fußball

Wackelt Säumel bei Sturm? Die Anforderungen an den neuen Rapid-Trainer

5:5 steht es derzeit zwischen der Bundesliga in Deutschland und der in Österreich, was die Trainerwechsel in dieser Saison betrifft. In Deutschland entschieden sich Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, Augsburg, Wolfsburg und zuletzt am Mittwoch der Letzte Mainz, der Klub von Österreichs Teamverteidiger Philipp Mwene dazu, der den Dänen Bo Henriksen nach 22 Monaten beurlaubte. In Österreich waren es der LASK, zweimal Wolfsberg, Rapid und Blau Weiß Linz. Wobei Wolfsberg einmal durch den Wunsch von Didi Kühbauer, zum LASK zurückzukehren, dazu gezwungen war. Gibt es in Österreich noch den sechsten? Der „Tatort“ könnte Meister Sturm Graz sein. Das 1:3 gegen WSG Tirol, die fünfte Niederlage in sieben Heimspielen, der verpasste Sprung auf Platz eins sorgt für Spekulationen um Jürgen Säumel. Wenn es Sonntag im Grazer Derby die erste Niederlage gegen den GAK seit 2006 geben sollte, was passiert dann?

Sportchef Michael Parensen versicherte zwar, nicht daran zu denken, sondern nur, gemeinsam mit  dem Meistermacher aus der Situation herauszukommen. Ähnliche Worte gab es auch letzte Woche von Markus Katzer einen Tag, bevor er Peter Stögers Ära als Rapid-Trainer nach fünf Monaten beendete. Droht Säumel ähnliches? Er sprach zwar Mittwochabend von einer schwachen Leistung, bei der Sturm 15 Torschüsse weniger hatte, als die Tiroler, zeigte aber wenig Verständnis, infrage gestellt zu werden, obwohl Sturm Letzter der Heimtabelle ist:  „Wenn ich mir den ganzen Herbst anschaue und nach 15 Runden einen Punkt hinter dem Ersten bin und im Cup überwintere, dann hätte ich das nach den Abgängen im Sommer und dem Meistertitel sofort unterschrieben. Ich weiß nicht, wo die hohen Ansprüche herkommen.“ Das kam sicher bei einigen nicht gut an, obwohl Sturm mit Tormann Kjell Scherpen, Abwehrchef Gregory Wüthrich, Verteidiger Max Johnston, Mittelfeldmotor Malcolm Yalcouye und dem dänischen Stürmer William Böving tatsächlich Stützen verlor. Böving brachte es bei Mainz bisher nicht zum Stammspieler.

Bei Rapid gibt´s keine Anzeichen, dass Katzer intensiv die Suche nach einem Stöger-Nachfolger betreibt. Sondern mehr darauf hofft, dass mit Siegen gegen Ried und beim Letzten Bau Weiß Linz die Interimslösung mit Stefan Kulovits eine bis Saisonende oder für noch länger wird. Der neue Rapid-Trainer muss laut Katzer eine klare Idee haben, modern denken und sehr kommunikativ sein. Die entlassenen Trainer  der deutschen Bundesliga, sind finanziell in einer anderen Liga, daher kein Thema für Rapid. Stöger versucht bisher ohne Erfolg, den bis 2027 laufenden Vertrag mit Rapid aufzulösen. Blau Weiß Linz fand ebenfalls noch keinen neuen Trainer, aber einen neuen Mittelfeldspieler für die Frühjahrssaison: Den 24 jährigen Schweden Isak Dahlqvist, dem mit Örgryte Göteborg der Aufstieg gelang.

 

Foto: UEFA.

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