Fußball

Zwei Querfeld-Tore gegen Bayern halfen Union Berlin nicht! Sensation von Schwab mit Kiel

Zwei Tore gegen Bayern München und dennoch Heimniederlage im Achtelfinale des deutschen Pokals: Das Schicksal von Leopold Querfeld beim 2:3 (1:3) mit Union Berlin, bei dem ihm in einem verrückten Spiel fast der erste Hattrick seiner Karriere gelungen werde. Im ZDF lobte der deutsche Weltmeister Per Mertesacker Querfeld als den Sieger unter den Verlierern –  wer den Ehrgeiz des 21 jährigen Innenverteidigers kennt, dass dies für ihn kein Trost sein kann. Alle fünf Treffer fielen aus Standards: Die Führung für Bayern nach einem Eckball von Joshua Kimmich durch ein Eigentor von Ghana-Stürmer Ilyas Ansah. Dann sprang Harry Kane bei einem Kimmich-Eckball höher als Querfeld, nach 24 Minuten führte Bayern 2:0. Knapp vor der Pause brachte Querfeld die „Eisernen“ mit einem verwandelten Handselfmeter ins Spiel zurück. Seelenruhig schickte er Tormann Manuel Neuer ins falsche Eck. Doch in der vierten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte passierte das zweite Eigentor von Union: Diesmal von Innenverteidiger Danilo Doekhi nch einem Freistoss von Michael Olise.

Als Kane im eigenen Strafraum sehr resolut den Ellbogen einsetzte, gab es nach 55 Minuten den zweien Elfer für Union. Den wieder Querfeld verwandelte. Wieder in die Ecke links von ihm, Neuer flog in die andere. Union drängte, aber der Ausgleich gelang nicht. Bei einem Kopfball von Querfeld fehlten nur Zentimeter. Daher ging das Österreicher-Duell an Konrad Laimer, der zufrieden in die TV-Kameras sagte: „Hauptsache weiter gekommen, wir wussten, wie schwer es wird!“ Querfeld schied aus, ein anderen Ex-Rapidler kam unter die letzten achr. Stefan Schwab schaffte mit Bundesligabsteiger Holstein Kiel, in der zweiten Liga nur auf Rang 13, die Sensation beim Hamburger SV: Nach 90 Minuten 0:0, nach 120 Minuten 1:1, das Elfmeterschießen 4:2 gewonnen. Schwab, der ab der 60. Minute spielte, verwandelte einen Penalty ähnlich souverän wie Querfeld gegen Neuer. Auch er täuschte den Tormann. Freiburgs „Dauerbrenner“ Philipp Lienhart durfte beim 2:0 gegen Darmstadt pausieren.

In Englands Premier League gewann Oliver Glasner mit Crystal Palace auswärts beim Vorletzten Burnley durch ein Tor des kolumbianischen Verteidigers Daniel Munoz 1:0 (1:0). Damit stieß Crystal Palace wieder auf Platz fünf hinter Arsenal, Manchester City, Aston Villa und Chelsea vor, überholte den FC Liverpool, der daheim wieder nicht gewinnen konnte (1:1 gegen Aufsteiger Sunderland). Kevin Danso holte mit Tottenham bei Newcastle einen Punkt, der Ausgleich zum 2:2 gelang in der 95. Minute. Seit Dienstag hat Erling Haaland einen neuen Rekord: Mit seinem Treffer beim 5:4-Zittersieg von Manchester City bei Fulham kommt er auf 100 Tore in der Premier League. Kein anderer Spieler brauchte dafür nur 111 Spiele. Er verbesserte den bisherigen Rekord von Alan Shearer um 13 Partien.

Foto: AFP/Odd Andersen.

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