Fußball

Was die „Washington Post“ über Andi Herzog verriet

Bevor Österreichs Bundekanzler Sebastian Kurz Donnerstag nach dem Staatsbesuch bei US-Präsident Donald Trump nach Wien zurückflog, besuchte er die „Washington Post“, nahm dort an der Redaktionssitzung teil. In der war zuvor Anfang der Woche der Name eines anderen Österreichers ein Thema gewesen. Nämlich im Zuge der Veröffentlichung der Steuererklärung des US-Verbands für das Jahr 2016. In dem es nach einem schwachen Start in die Qualifikation zur WM 2018 die Trennung vom deutschen Teamchef Jürgen Klinsmann und dessen Trainerstuff gab. Nach dem 0:4 in Costa Rica war es so weit, dass mit Klinsmann auch dessen österreichischer Assistent Andi Herzog nach fünf bis dahin erfolgreichen Jahren mit Gewinn des Gold-Cups 2013 und Achtelfinale bei der WM 2014 in Brasilien gehen musste. Das Gesamtpaket kostete dem US-Verband nicht weniger als 6,2 Millionen Dollar, das sind 5,469 Millionen Euro. Unter Nachfolger Bruce Arena gelang aber dann auch nicht die Qualifikation für die WM 2018.

Den Löwenanteil der Abfindungen bekam Klinsmann nach seiner Ära von 91 Spielen. Sein Vertrag und damit auch der an ihn gekoppelte von Herzog wären eigentlich noch zwei Jahre weiter bis 2018 gelaufen. Und wurde auch ausbezahlt. Bei Klinsmann machte das insgesamt 3.354.167 Dollar aus, die er bekam. Umgerechnet 2,95 Millionen Euro.  Die Verabschiedung von Österreichs Rekordteamspieler Herzog, der 2015 auch das US-Olympiateam übernommen hatte, kam den Amerikanern billiger. Kostete nur 355.537 Dollar. Umgerechnet 312.776 Euro. Auf einen neuen Job musste Herzog danach zwei Jahre warten, ehe ihn der österreichische Sportdirektor von Israels Verbsnd, Willi Ruttensteiner, in Erinnerung an gemeinsame Zeiten beim ÖFB und wegen der Erfahrungen, die Herzog in fünf Jahren an Klinsmanns Seite beim US-Team sammelte, zu Israels Teamchef machte. Derzeit bereiten sie akribisch den Start Israels in die EM-Qualifikation mit Heimspielen gegen Slowenien und Österreich am 21. und 24 .März vor.

Klinsmann übernahm trotz Angeboten von Klubs aus Englands Premier League, von Australiens Verband für die WM 2018, keinen neue Aufgabe. Fand lukrative Jobs als TV-Kommentator. Aktuell in der deutschen Heimat. Da nahm in RTL für die Spiele des deutschen Teams unter Vertrag. Als Nachfolger seiner Nummer eins bei der WM 2006, von Jens Lehmann, der diese Tätigkeit beendete um Co-Trainer beim FC Augsburg zu werden. Damit wird Klinsmann ab März auch in der EM-Qualifikation gegen Holland, Nordirland, Weißrussland und Estland seinen Assistenten aus der deutschen Teamchefära kritisieren. Nämlich Jogi Löw, der 2006 Klinsmanns Nachfolger wurde.  Das kann interessant werden.

Foto: Football.org.il.

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