Fußball

Wen ausser Neuseeland würde Österreich beim Confed-Cup schlagen?

Deutschland vor Chile und Portugal.  So heißt auch nach den ersten vier Gruppenspielen des Confed-Cups bei den tipp 3-Quoten (siehe unten) die Rangliste der Favoriten. Die ersten drei Tage brachten ausser viel Diskussionen über die fünf Interventionen des Videoreferees eine einseitige und fade Partie, aber mehrheitlich interessante. Und wenn man noch Österreich 1:1 von Dublin gegen Irland im Hinterkopf hat, dann stellt sich die Frage: Gegen welchen der acht Teilnehmer am Confed-Cup könnte  Österreich aktuell gewinnen?

Sicher nur gegen Ozeanien-Vertreter Neuseeland. Der auffälligste Mann bei der klaren Startniederlage gegen Russland spricht Deutsch: Der 25jährige  Tormann Stefan Marinovic vom deutschen Drittliga-Aufsteiger  Unterhaching vor den Toren Münchens.  Gegen Neuseeland ist die Siegesprognose für Rot-Weiß-Rot nicht gewagt. Beim Asien-Meister Australien  wäre der  Tipp schon riskanter. Auch wenn die Niederlage gegen Deutschland nur wegen der Patzer des deutschen Torhüters  Bernd Leno so knapp ausfiel. Aber in der Mannschaft stecken viel Leidenschaft und Kampfgeist. Dass man damit und einer Vielzahl von hohen Bällen  gegen Österreich reüssieren kann, zeigte ja Irland.

Afrika-Champion Kamerun hielt  sich gegen Chile viel besser als erwartet, bis zur 81. Minute ein 0:0. Gegen diese Mannschaft, in der doch wichtige Spieler wie Liverpool-Innenverteidiger Joel Matip fehlten, hätte Österreich Chancen. Aber da ist auch eine Niederlage drinnen. Denn Kameruns Sturmtank von Türkei-Meister Besiktas Istanbul, Vincent Aboubakar, bringt sicher mehr Qualitäten als der irische Torschütze Jonathan Walters mit. Ebenso Mexikos Chicharito. Die Mexikaner zeigten  überhaupt mehr spielerisches Potenzial als Österreich. Etwa im Mittelfeld Miguel Layun vom FC Porto und Andres Guardado von PSV Eindhoven.

Gegen Chile wäre Österreich nur Aussenseiter. Denn der Torjäger der Chilenen, Alexis Sanchez, kam Sonntag wegen einer Sprunggelenksverletzung  erst im Finish. Mit ihm ging Chile der „Knipser“ im Strafraum ab.  So einen torgefährlichen Mittelfeldmotor wie Arturo Vidal, der auch Chancen herausspielte,  hatte Österreich in Dublin nicht. Bemerkenwert, dass Vidal in der neuen Rangliste der zehn Spieler der deutschen Bundesliga mit dem höchsten Marktwert als Zehnter zwei Plätze hinter  David Alaba aufscheint. Demnach liegt der von Vidals bei 35 Millionen Euro, der von Alaba trotz eines Kursverlusts von zwei in diesem Frühjahr  noch bei 38. Damit eroberte er Platz acht. Das hat er  aber sicher nur den Leistungen bei Bayern München als Linksverteidiger und im Abwehrzentrum zu verdanken, nicht denen als zentraler Mittelfeldspieler in Österreichs Teamdress.

Blieben die drei europäischen Teilnehmer. Die Stunde der Wahrheit für Russland schlägt erst Mittwoch in Moskau gegen Portugal. Da Team von Stani Tschertschessow wirkt etwas kompakter als das von Fabio Capello, das Österreich in der Qualifiktion zur Euro zweimal 1:0 bezwang. Da gäbe es Chancen. Gegen Europameister  Portugal kann Österreich nicht darauf hoffen, nochmals so viel Glück wie letztes Jahr beim0.0 in Paris samt vergebenen Elfmeter von Cristiano Ronaldo zuhaben. Und Deutschlands „Pespektivmannschaft?“ In der steckt mehr Klasse als in Österreichs erster Garnitur.  Hätte Marcel Koller im Talon solche Persönlichkeiten wie Jogi Löw im Mittelfeld mit Leon Goretzka, ein Mitspieler von Guido Burgstaller und Alessandro Schöpf  bei Schalke, wäre er heilfroh. Mit ihm ging ein Plan von Löw auf: Den beim Konfed-Cup abwesenden Weltmeistern Konkurrenz machen, sie unter Druck setzen.

 

 

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