Fußball

Wenn bei Salzburg der Trainer geht, folgt der Cupsieg! Was passiert beim LASK?

Bei Borussia Mönchengladbach folgte auf die Ankündigung von Marco Rose, nächste Saison Borussia Dortmund zu trainieren, eine Durststrecke, die den Champions League-Platz kostete. Bei Eintracht Frankfurt gab es, seit Adi Hütters bevorstehender Wechsel zu Borussia Mönchengladbach offiziell wurde, zwei Niederlagen in drei Spielen. und Bangen um die erste Qualifikation für die Königsklasse. Bei Red Bull Salzburg hingegen läuft alles anders: Donnerstag zugleich Bekanntgabe der Entscheidung von Jesse Marsch,zu  RB Leipzig zurückzukehren und Präsentation von Nachfolger  Matthias Jaissle. Aber deshalb keine störende Unruhe, sondern zwei Tage später der dritte Triumph im Klagenfurter Finale des Uniqa-Cups hintereinander. Wenn es um Titel geht, ist Salzburg in Österreich eine Klasse für sich wie das 3:0 (1:0) gegen LASK zeigte. Und das hat nichts mit der Person des Trainers zu tun, sondern mit der Qualität der Mannschaft. Der auch offenbar egal ist, wer sie coacht. Sie zieht ihr Ding einfach durch.

Mitreißend war es zwar nicht. Marsch, der am Spielfeldrand beim Jubeln zeigte, wie viel ihm sein dritte Titel mit Salzburg bedeutete (Bild oben), erinnerte daran, dass alle Duelle zwischen Salzburg und Linz keine fußballerische Leckerbissen waren, sondern intensive Spiele mit hohem Tempo, viel Laufarbeit, vielen Zweikämpfen und Arbeit gegen den Ball. Auch im Finale. Die Unterschiede lagen darin, was in Ballbesitz passierte. Da gelang dem Titelverteidiger trotz einiger misslungener hoher Bälle entscheidend mehr als dem Außenseiter, der nie  zu einer Chance, kam, sich die Hoffnung auf den ersten Titel seit 56 Jahren zu sichern, einen historischen Sieg zu feiern. Mit dem 1:0 knapp vor der Pause durch Mergim Berisha war eigentlich alles entschieden. Schon zuvor gab es klare Salzburger Chancen zur Führung.

Dem LASK fehlten die Mittel, um Salzburg unter Druck zu setzen: „Es war einfach zu wenig“, gab Kapitän Gernot Trauner zu. Der Versuch, initiativer zu werden, endete mit mehr Raum für Salzburgs schnelles Umschalten. Auf diese Art  fiel das 2:0 nach 67 Minuten, als Brenden Aaronson die Vorarbeit von Enock Mwepu mit rechts perfekt abschloss, Torhüter Alexander Schlager keine Chance ließ. Ein vergebener Elfmeter von Patson Daka, der am linken Fuß von Schlager scheiterte, spielte keine Rolle mehr. Der kurz danach für Daka gekommene Karim Adeyemi bereitete im Finish das 3:0 von Enock Mwepu vor. Bewies damit, was vorher schon klar war: Salzburg hat auch die bessere Bank.

Die sechs Punkte Vorsprung in der Bundesliga wird Salzburg in den letzten vier Runden nicht verspielen.  Daher wird sich Marsch am 23. Mai mit dem Double verabschieden. So wie Marco Rose 2019 in seiner letzten Salzburger Saison. Der Unterschied: Für Marsch ist es das zweite Double hintereinander, das vor ihm nur Oscar Garcia schaffte. Was aber passiert beim LASK? Wenn es in der Bundesliga bei Platz vier bleibt und die gleichen Maßstäbe wie vor einem Jahr bei Valerien Ismael gelten, dann müsste die Diskussion um dessen Nachfolger Dominik Thalhammer beginnen. Der Salzburg verdienten Sieg neidlso anerkennte. Die Niederlage im Cupfinale kann man ihm nicht vorwerfen. Heuer gab es in der Bundesliga keinen Punkteabzug. Ob die offensichtlichen  Schwächen in der Meisterrunde mit lediglich einem Sieg wirklich nur mit den Ausfällen von Marco Raguz, Mamadou Karamoko  und Andreas Gruber zu tun haben?

 

 

Foto: Red Bull Salzburg.

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