Fußball

Klubkonferenz verschoben: Wie im Eishockey auch im Fußball kein Meister?

Absage des Formel-1-Auftakts in Australien, in Nordamerika pausieren ab sofort Eishockey (NHL), Basketball (NBA) und Fußball (Major League Soccer), in Europa sind die weiteren Spiele im Achtelfinale er Champions League und Europa League seit Freitag Vormittag vorerst ausgesetzt. Das verfügte die UEFA schon vor dem großen Krisengipfel  mittels Videokonferenz am Dienstag fest. Der Corona-Virus lähmt die Sportwelt. Auch auf der britischen Insel, wo Dienstag an der Anfield Road in Liverpool und Donnerstag im Ibrox-Park von Glasgow vor vollen Tribünen gespielt wurde: Arsenals Trainer Mikel Arteta ebenso positiv auf Corona getestet, damit die ganze Mannschaft in Quarantäne wie bei Chelsea nach dem positiven Test bei  Stürmer Callum Hudson-Odoi. Daher kein Spiel unter Patronanz des englischen Verbands bis 4.April. Die deutschen Ligen stellen ab Dienstag bis vorerst 2.April den Betrieb ein. Am Wochenende sollte es noch die Geisterspiel-Runde geben. Aber auch das war schon Freitag Mittag in Frage gestellt, da es bei Paderborn-Trainer Steffen Baumgart und zwei seiner Spieler einen Corona-Verdacht gab. Baumgarts Test war zwar negativ, aber kurz später entschloss sich die deutsche Liga wegen der aktuellen Entwicklungen, die Runde ohne Zuschauer nicht durchzuführen, sondern auszusetzen.

In Österreich ist bereits seit Dienstag die Verschiebung der nächsten zwei Bundesligarunden beschlossene Tatsache. Auch der Amateurbetrieb von den Regionalligen abwärts ruht. Rapid stellte Freitag das Training aller Mannschaften ab der U6 bis zu Rapid II ein. Gerüchte, dass Wien ab Montag zur Sperrzone mit Ausgangssperre ab 19 Uhr wird machen die Runde. Dienstag, am Tag des UEFA-Krisengipfels, sollte auch die Klubkonferenz der Bundesliga die weiteren Schritte beraten. Die Abteilung Spielbetrieb (David Reisenauer, David Arthey) steht mit den Vereinen in ständigem Kontakt, bereitet in Absprache mit den Vorständen Christian Ebenbauer und Raphael Landthaler verschiedene Szenarien vor. Die Handys glühen, um Lösungen zu finden. Die erste hieß Freitag Abend: Verschiebung der Klubkonferenz auf einen späteren Termin, da es täglich neue Entwicklungen gibt. Die zwölf Bundesligaklubs müssen sich auf eine neue Marschroute einigen, jeder hat eine Stimme. Wie man hört, könne eine Variante auch ein sofortiges Saisonende sein. Wie bereits letzten Dienstag im Eishockey beschlossen.  Das würde bedeuten, dass es auch erstmals in der Bundesliga keinen Meister, damit wohl auch keinen Auf-und Absteiger geben würde.

Eine Variante, die richtig teuer werden, manche Vereine sicher in sogar ärgere Finanznöte bringen würde. Weil es einerseits keine Einnahmen durch Kartenverkäufe und Bandenwerbung, weniger Sponsor-und TV-Gelder geben würde, die laufenden Kosten aber nicht entscheidend geringer werden. Weil anders als im Eishockey viel mehr Spieler langfristige Verträge haben, müssten ihre Gehälter weiterhin bezahlt werden.  Wenn das Achtelfinale der Europa League vor leeren Rängen auf der Linzer Gugl zwischen LASK und Manchester United, das laut Puls 4 Donnerstag Abend bis zu 429.000 Zuschauer vor die TV-Schirme lockte, bis auf weiteres das letzte Match war, das in Österreich ausgetragen wurde, dann heißt das gleichzeitig: Die Bundesliga steht vor der schwersten Zeit in ihrer 46 jährigen Geschichte. Auch der LASK trug der aktuellen Situation Rechnung: Kein Training bis Dienstag, die Geschäftsstelle wurde geschlossen. Auch Sturm Graz stellte das Training ein. Vorerst bis Mittwoch. Stündlich gab es Neuigkeiten.

 

Foto: Red Bull Salzburg.

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