Fußball

Wieder Weimann-Highlight in Liverpool: Tor zur Cupsensation!

Von solchen Sensationen lebt der  Cup in England: Der 16. aus der Championship, sprich zweiter Liga, triumphiert beim Vierten der  Premier League. Und ein Österreicher trug maßgeblich dazu bei: Andi Weimann  erlebte  in seinem zweiten Spiel mit den Wolverhampton  sein  drittes großes  Highlight  beim FC Liverpool an der Anfield Road. Nämlich sein drittes Tor, das erste im orangen Dress der „Wolves“ mit der ungewohnten Rückennummer 63. Nach 41 Minuten sorgte der  25jährige  beim sensationellen 2:1 (2:0) für die 2:0-Führung. Seine Bilanz bei den „Reds“ kann sich sehen lassen: Fünf Spiele (vier mit Aston Villa,eines mit Wolverhampton), drei Siege, zwei Unentschieden. Und immer war der Schotte Paul Lambert der Trainer. Die Anfield Road, ein guter Boden für das Duo.

8300 Fans von Wolverhampton begleiteten  die Mannschaft die 126 Kilometer von  Birmingham nach Liverpool. Sie jubelten bereits in der ersten Runde über die Führung nach einem Freistoss des Portugiesen Helder Costa durch einen Kopfball von Innenverteidiger Stearman. Nach 41 Minuten die beste Szene  von Weimann, bei der er eine seiner größten Stärken, die Schnelligkeit ausnützte:  Bei einem Konter sprintete er aus der eigenen Hälfte seinem Bewacher Gomez auf und davon, der  Pass von Helder Costa, einer 23jährigen Leihgabe von Benfica Lissabon, der letzte Saison bei Monaco spielte, kam im richtigen Moment, schuf freie Bahn für den 14fachen Teamspieler. Weimann überspielte souverän den deutschen Torhüter Karius, rollte den Ball mit einem Lachen im Gesicht über die Linie. Perfekt.

Als Lambert Weimann nach 75 Minuten austauschte, führte Wolverhampton noch 2:0. Erst in der 86. Minute bezwang Liverpools Belgier Origi den 20jährigen Torhüter Burgoyne, aber irgendwie verteidigte Wolverhampton den Vorsprung. Nach 94 Minuten jubelte Weimann – wieder in Highlight für ihn, auf das  er schon längere Zeit warten musste. Zu Saisonbeginn  setzte ihn eine Knieverletzung für sechs Wochen ausser Gefecht, jetzt sieht er wieder Licht am Ende des Tunnels: „Für uns ist das ein Supererlebnis. Einige spielten zum ersten Mal hier. Erwarten durften wir das nicht, aber wir wussten, das Liverpool im Jänner nur ein Spiel gewann, nicht hundertprozentig gut drauf ist.“ Und so hofft Weimann,  bei Lambert weiter an die beste Zeit seiner Karriere anzuschließen, die er unter ihm bei Aston Villa hatte: „Er weiß, wo meine Stärken liege.“ Überdies hatte der Triumph auch einen persönlichen schönen Beigeschmack: Weimanns Sohn Luca feierte Freitag seinen zweiten Geburtstag: „Da musste ich ihm ein schönes Geschenk machen.“

Der sensationelle Aufstieg ins Achtelfinale passt zu den großen Plänen der  chinesischen Wolverhampton-Besitzer. Das ist der Fosun-Mischkonzern mit Sitz in Shanghai mit einem Jahresumsatz von 8,38 Milliarden Euro, der Anteile an der portugiesischen Banco Comercial besitzt, sich den mächtigen Ronaldo-Manager Jorge Mendes als Berater  sicherte.  Der Stadionausbau in Wolverhampton ist bereits im Gange. Die Sensation machte das Desaster für  Liverpools deutschen Trainerstar Jürgen Klopp perfekt: In vier Tagen  das Finale im Ligacup und die Chance auf den Cupsieg, den einzigen, noch realistisch möglichen Titel für die „Reds“  in dieser Saison, durch Heimniederlagen verspielt.  Gegen Wolverhampton bot Klopp  zu Beginn sechs Mann der zweiten  Garnitur auf, brachte zu Beginn der zweiten Hälfte seinen brasilianischen Star Coutinho, später noch Sturridge und den deutschen Teamspieler Emre Can. Half alles nichts. Eine Riesenpleite mehr. Und Dienstag gastiert Liverpool in der Premier League beim Tabellenführer Chelsea  an der Stamford Bridge. Irgendwie die Qualifikation für die Champions League schaffen, bleibt das Höchste der Gefühle in der zweiten Liverpool-Saison unter Klopp, der nachher kleinlaut meinte: „Ich kann nur sorry sagen. Wir sind alle frustriert, enttäuscht, wütend.“ Daran hatte Weimann seinen Anteil.

Bei einem sensationellen Krimi an der Londoner White Hart Lane spielte ein Österreicher 61 Minuten:Tottenhams Trainer Mauricio Pochettino bot gegen die Wycombe Wanderers, den Sechsten der dritten Liga eine  bessere B-Elf mit Kevin Wimmer im Abwehrzentrum auf. Torjäger Harry Kane auf der Tribüne. Jungstar Dele Alli auf der Bank. Nach 36 Minuten  führte Wycombe 2:0. Eine Minute nach dem Anschlusstor des Südkoreaners Heung min Son kam für Wimmer Dele Alli. Drei Minuten später 2:2. In der 84.Minute ging wieder Wycombe in Führung. In der 89. Minute 3:3 durch Dele Alli, eine Minute später Tottenhams Aufstieg durch Heung min Son. 31.440 Zuschauer riss es von den Sitzen.

 

 

 

 

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