Fußball

Adi Hütter in Schweiz Kandidat für Wahl zum Trainer des Jahres

Österreichische Trainer müssen in der  Heimat damit leben, dass der Prophet im eigenen Land wenig gilt. Frag nach bei Zoran Barisic, Didi Kühbauer, Oliver Lederer oder Walter Schachner. Als Legionäre sind sie aber anerkannt und erfolgreich. Nicht nur in Deutschland Ralph Hasenhüttl und Peter Stöger, sondern auch in der Schweiz. Sonst würde Adi Hütter, der im September 2015 Young Boys Bern am Tabellenende übernahm, nicht Montag bei der vierten Award-Night der Schweizer Liga in Luzern zu den drei Kandidaten für die Wahl  zum Trainers des Jahres gehören. Den kürt eine Fachjury, bestehend aus Trainer und Kapitänen der zehn Vereine der Super League und Journalisten. Zu den Trainern, die abstimmen, gehört auch Hütters deutscher Nachfolger bei Salzburg, Peter Zeidler, der jetzt bei Sion engagiert ist. Es heißt Hütter  gegen zwei Schweizer.

Seine Gegner sind Basels 50jähriger Meistertrainer Urs Fischer sowie der 35fache  Teamspieler Fabio Celestini. Der 41jährige übernahm  seinen Stammverein Lausanne im März 2015, schaffte den Aufstieg aus der zweiten Liga, liegt nach der  Herbstsaison  auf Platz sieben. Fischer war bereits 2014,1015 und 2016 nominiert, gewann die Wahl bei der Premiere. Als Trainer des FC Thun, der in dieser Saison  gegen Rapid in der Europa League spielte, daheim auf Kunstrasen 1:0 gewann, in Wien 1:2 verlor. Als Basel-Trainer muss er derzeit mit Kritik  leben, weil der Meister nicht im Europacup überwintert. Der Meistertitel allein zählt beim Abonnementchampion offenbar nicht mehr als Erfolg. Das Massenblatt „Blick“ brachte bereits Marcel Koller, Österreichs Teamchef aus der Schweiz, als Nachfolger ins Gespräch.

Hütter pausierte nach der Trennung von Salzburgnach dem Double  im  Juni 2015 wegen Differenzen über die Spielphilosphie mit Sporrchef Ralf Rangnick und dessen Mentor Helmut Groß nur drei Monate, führte letzte Saison mit Rapids jetzigem Sportchef Fredy Bickel an seiner Seite Young Boys Bern vom Tabellenende auf Platz zwei. Danach gelang es, in der Qualifikation zur Champions League Schachtjor Donezk zu eliminieren,  gegen Gladbach war dann Endstation. In der Europa League schafften die Young Boys gegen Olympiakos Piräus, Apoel Nikosia und FC Astana  nicht den Aufstieg, was den ehrgeizigen Hütter ebenso störte wie der Rückstand als Zweiter auf Basel. Die zwölf Punkte zur Winterpause sind ihm viel zu viel. Er hat den schlafenden Riesen noch nicht in dem Ausmaß geweckt, wie er es wollte.

Aber in der  Schweiz respektiert man seine hervorragende Arbeit: Sonst hätte man in Bern den Vertrag nicht bereits letzten Juli vorzeitig um ein Jahr bis 2018  verlängert. Übrigens noch in der Ära von Bickel. Der wird  Montag sicher Hütter ebenso die Daumen drücken wie  in Luzern dessen Landsmann Georg Pangl. Er ist  als Generalsekretär der EPFL (European Professional Football Leagues) Ehrengast der Award Night.

 

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