Fußball

Wien am Ende: Rapids Abwehr wie eine Schülermannschaft! Schmid verlässt Hartberg

Fußball-Wien ist am Ende! Weder Rapid  nach der blamablen 0:2 (0:1)-Heimpleite vor 18.000 Zuschauern gegen Hartberg noch die Austria nach dem 1:3 (1:2) in Salzburg werden in den letzten vier Runden im Titelkampf vertreten sein. Mehr als Platz vier wird für Grün-Weiß und Violett nicht drin sein. Eine Verlängerung der Saison durch die Play-offs um einen Europacupplatz gegen den Gewinner der Qualifikationsgruppe ist nicht auszuschließen. Rapid ließ zunächst Chancen auf eine Führung aus, kassierte danach viel zu leicht Tore. Die Abwehr agierte  im Stile einer  Schülermannschaft.

Trainer Hoff Thorup wählt die offensivere Variante mit Petter Dahl von Beginn, verzichtete von den am Sonntag beim 2:2 in Hartberg eingesetzten Innenverteidigern auf Jakob Schöller. Andreas Weimann vergab nach Pass von Nikolas Wurmbrand einen Sitzer, den man nicht auslassen darf. Nach 23 Minuten gab es nach einem Foul von Austria-Leihgabe Luca Pazourek einen Elfmeter, den Bendegüz Bolla neben das Tor schoss. Die Reaktion des ungarischen Verteidigers danach zeigte, dass er ahnte, was er damit anrichtete (Bild). Denn die erste Annäherung von Hartberg auf das Rapid-Tor brachte nach 34 Minuten die Führung der Steirer, die knapp vor Spielbeginn auf Konstantin Schopp verzichten und umstellen mussten, deren Torjäger Elias Havel nicht ganz fit war, auf der Bank begann: Kapitän Jürgen Heil spielt im Strafraum Nenad Cvetkovic aus, „tunnelte“ den Innenverteidiger. ließ Tormann Niklas Hedl keine Chance.  Danach hatte Rapid mit einem Kopfball von Ercan Kara an die Stange Pech.

Der große Sturmlauf Rapids in der zweiten Hälfte blieb aus. Hartberg kam außer bei Kopfbällen von Kara und Cvetkovic nicht wirklich in Gefahr. Thorup reagierte erst nach 70 Minuten, wechselte Wurmbrand und Kouadio Ahoussou aus,  brachte Yusuf Demir und Tobias Gulliksen. Wirklich besser wurde Rapid nicht, kassierte hingegen aus einem der weniger Konter nach 82 Minuten das 0:2. Der inzwischen eingewechselte Havel bekam von Bolla, Cvetkovic und Serge Raux-Yao nur Begleitschutz, wurde nicht wirklich attackiert, durfte vor der Strafraumgrenze schießen. Sein zwölftes Saisontor bedeutete Rapids K. o. (82.). Rapid hat keinen Stürmer, der so viele Treffer erzielte. Aber eine Abwehr, die Anfängerfehler begeht. „Sehr frustrierend, wir dürfen dieses Spiel nie verlieren“, gab Weimann zu. Hartbergs gesperrter Trainer Manfred Schmid saß auf der Medientribüne, gab vor Anpfiff via „Sky“ bekannt, nach der Saison Hartberg zu verlassen. Das teilte er zuvor schon seinen Spieern mit. Er habe kein konkretes Angebot bekommen, es gibt keine gemeinsamen Vorstellungen mehr. Offenbar wollte er den von Hartbeerg geplanten „steirischen Weg“ nicht mitgehen. Schmid hofft auf einen Europacupplatz. Die Chancen stehen nach dem ersten Sieg in der Meistergruppe nicht schlechter als die von Rapid oder Austria.

Austria ist nach der Niederlage in Salzburg, bei der außer Johannes Eggestein und Abubakr Barry fehlte, Letzter. Lag nach 22 Minuten schon 0:2 zurück, kam vor der Pause durch Reinhold Ranftl noch auf 1:2 heran, ein schreckliches Eigentor von Torhüter Samuel Sahin Radlinger nach einem Rückpass von Tin Plavotic machte alles klar. Sahin Radlinger patzte schon beim zweiten Salzburger Treffer nach einem Eckball, war auch drei Tage zuvor bei der Heimniederlage kein Rückhalt. Platz drei wie in der vergangenen Saison wird nicht mehr zu schaffen sein.

 

 

 

Foto: Yigit Oerme.

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