Fußball

Auf rote Laterne folgten viele Parolen der Wolfsberg-Spieler

Die Stimmung bei Wolfsberg-Boss Dietmar Riegler an seinem 60. Geburtstag am Samstag wird getrübt sein. Denn  seit Dienstag ist Wolfsberg Letzter, wäre nach derzeitigem Stand der Absteiger. Ein Jahr nach dem Cupsieg und Platz vier in der Bundesliga. So wie sich Wolfsberg beim 0:3 (0:1) im Kellerduell bei Blau Weiß Linz im mit 5500 Zuschauern ausverkauften Donaupark-Stadion präsentierte, muss Riegler das Schlimmste befürchten. Blau Weiß Linz hat erstmals seit der 14. Runde, dem 2:3 gegen die Wiener Austria am 22. November, nicht mehr die rote Laterne, blieb  zum dritten Mal hintereinander ohne Gegentor. Wolfsberg ist seit 12 Runden ohne Sieg, feierte den letzten am 7. Dezember, gewann heuer bisher nie. Höchste Zeit, dass dies an Rieglers 60. Geburtstag gegen den GAK gelingt.  Wolfsberg liegt einen Punkt hinter Blau Weiß Linz, je vier hinter GAK und dem WSG Tirol, der am 43. Geburtstag von Trainer Philipp Semlic in Altach ein 0:0 hielt. Vielleicht auch, weil Altachs Topscorer Patrick Greil nach dem Aufwärmen wegen einer Wadenverletzung w.o. gab.

Die Bilanz von Wolfsberg-Trainer Thomas Silberberger nach den ersten drei Spielen Zwei Punkte, kein Tor erzielt, drei Tore kassiert. Er stellte nach dem 0:0 am Samstag zweimal um, ließ Donis Avdijaj draußen, aber das bewirkte wenig. Es war ausgerechnet Ex-Wolfsberg-Torjäger Shon Weissman, der die Kärntner auf die Verliererstraße brachte. Weil sich Kapitän Dominik Baumgartner im Duell mit dem Israeli wie ein Anfänger verhielt, dazu noch ausrutschte. Weissman traf aus kurzer Distanz. Zuletzt hatte Innenverteidiger Nicolas Wimmer bei „Sky“ von Kinderfußball gesprochen, als er auf die Offensive angesprochen wurde. Für diese Aktion verdient auch die Abwehr dieses Prädikat.

Silberberg brachte zur Pause mit Frankfurt-Leihgabe Jessic Ngankam (Bild) und Markus Pink neue Stürmer, stellte von Fünferabwehr auf Viererkette um. Die Steigerung war aber nicht so, dass sie Blau Weiß in Schwierigkeiten brachte. Ein Freistoß von der Strafraumgrenze nach Foul von Wimmer an Weissman machte alles klar. Der Schweizer Nico Maier traf ins Eck von Nikolas Polster, der in den letzten zwei Partien das 0:0 gerettet hatte. Dabei sah auch er nicht gut aus. Danach wechselte Silberberger Avdijaj und auch Alessandro Schöpf ein, ohne dass es etwas bewirkte. In der Nachspielzeit traf nochmals Maier. Silberberger hörte nachher in der Kabine viele Parolen seiner Spieler: „Ich bin schon gespannt auf die Reaktion am Samstag!“ Mit dem ersten Sieg in diesem Jahr könnte der Rückstand auf den GAK auf einen Punkt reduziert werden. Die Grazer verloren im 100. Spiel von Frdinand Feldhofer als  Trainer in der Bundesliga in Ried 1:2 (0:2). Die Innviertler lösten Altach als Tabellenfhrer der Quaifkationsgruppe ab.

Foto: Gepa/Admiral.

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