Fußball

Zwei Heimniederlagen hintereinander gegen LASK passierten Sturm zuletzt vor sechs Jahren

Mittwoch kann es für Graz einen großen Erfolgsabend zum Feiern geben: Wenn zur gleichen Zeit die Graz99ers in Bruneck erstmals Eishockeymeister werden und im ausverkauften Grazer Stadion Otar Kiteishvili (Bild) mit Tabellenführer Sturm durch einen Sieg im Spitzenduell gegen den LASK einen großen Schritt in Richtung Titelhattrick macht. Dazu muss aber eine wesentlich bessere Offensivleistung als beim 1:1 am Sonntag in Linz gelingen. Das Unentschieden lieferte auch Dienstag noch Schlagzeilen. Weil der VAR-Report von ÖFB und Bundesliga LASK-Trainer Didi Kühbauer recht gab. Der Elfmeter zum Führungstreffer war eine Fehlentscheidung des Tiroler Schiedsrichters Walter Altmann, bei der er auch trotz Intervention von VAR Stefan Ebner geblieben war. Die richtige Entscheidung wäre gewesen: eine gelbe Karte für Sturms Mittelfeldspieler Ryan Fosso wegen einer „Schwalbe“ und indirekter Freistoß für den LASK. Sturms Trainer Fabio Ingolitsch sah alles ganz anders. Auch durch dieses „Geständnis“, das Kühbauer eigentlich nicht erwartete, steht Mittwoch der Schiedsrichter im Blickpunkt: Der 31 jährige Arnes Talic aus Hof bei Salzburg wird sein 36. Spiel in der Bundesliga leiten. In dieser Saison pfiff er drei Spiele von Sturm, vier vom LASK: Beim Meister das 3:1 in Ried, das 1:0 gegen Hartberg und die 1:3-Niederlage bei der Wiener Austria. Beim LASK die 1:3-Heimpleite gegen Ried, dann den 3:0-Heimsieg gegen Rapid, in diesem Jahr das 2:2 bei der Austria und die 2:4-Niederlage in Hütteldorf.

Sturm ist die einzige Mannschaft der Meistergruppe ohne Niederlage, hat allerdings noch kein Heimspiel gewonnen, verlor aber auch keines der letzten sechs:  „Nach Ballgewinnen ist noch Luft nach oben, wir haben einiges gutzumachen“, gab Ingolitsch zu, sah allerdings auch Fortschritte in seiner Ära: „Die Bereitschaft, gemeinsam zu leiden, ist gestiegen. Das war im Herbst nicht so!“ Ingolitsch weiß, dass Sturm nicht mehr so viele Chancen des LASK zulassen darf wie am Sonntag, denn nochmals werden nicht so viele ungenutzt bleiben. Das war der Makel an der LASK-Leistung, von der Sky-Experte Andreas Herzog sagte: „Sie haben gespielt wie ein Meister!“ Mit welcher Innenverteidigung Sturm versuchen wird, gegen Sasa Kalajdzic, Samuel Adeniran und Moses Usor zu bestehen, entscheidet sich erst am Spieltag: Denn hinter dem in Linz verletzten Jeyland Mitchell und seinem Ersatz Niklas Geyrhofer stehen Fragezeichen, Albert Vallci und Paul Koller sind Fixstarter. Talent Jacob Hödl fehlt wegen Gelbsperre: „Wir werden wieder nur schwer zu schlagen sein“, prophezeite Ingolitsch.  Im Herbst war es dem LASK gelungen – zwei Heimniederlagen hintereinander gegen die Linzer passierten Sturm zuletzt vor sechs Jahren.

 

Foto: Yigit Oerme.

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