Fußball

Wird die Vienna in Afrika zu einem „Mini-Salzburg“?

Der Afrika-Anteil im Kader von Red Bull Salzburg wurde am Montag verringert. Weil Österreichs Meister Amankah Forson, einen 19 jährigen Offensivspieler aus Ghana, für eine Saison an Altach und damit an Weltmeister Miroslav Klose verlieh, den 19 jährigen Mali-Verteidiger Daouda Guindo in die Schweiz an den FC St. Gallen. und Ex-Salzburg-Trainer Peter Zeidler, bei dem sich im Frühjahr 2021 auch Junior Adamu entwickeln konnte. Dennoch stehen derzeit noch immer sieben Afrikaner im Aufgebot von Trainer Matthias Jaissle, sechs aus Mali und einer aus Nigeria. Erst 19 sind der im Frühjahr an Ried verliehen gewesene Nene Dorgeles und Mittelfeldspieler Mamady Diabou, 20 Samson Tijani (letzte Saison bei Hartberg),  21 Mo Camara und Ousmane Diakite. Ein Jahr älter ist der wieder fite Stürmer Sekou Koita, der von Hartberg zurückgekommene Youbu Diarra gilt mit 24 als der „Oldie“. Im Kader der Zweitliga-Filiale Liefering findet man zwei Stürmer von der Elfenbeinküste und zwei Ghanesen. Die Fußballszene in Mali hat Sportchef Christopher Freund fest im Griff. Salzburgs Scouting in Afrika gilt als absolut top.

Zweitliga-Aufsteiger Vienna kooperiert mit Salzburg in Sachen Talente-Scouting im Osten. Zudem scheint es, dass die Döblinger in Afrika eine Art „Mini-Salzburg“ werden wollen. Das zeigen die Initiativen von Vizepräsident Roland Schmid. Im Frühjahr war er mit Sportchef Markus Katzer in Ghana bei den Shooting Stars Afigya in Kumasi, der größten Stadt der Region Ashanti. Die Kontakte vermittelte Spielerberater Edi Schmickl. Derzeit hält sich das Unter 17-Team von Liberia auf Einladung von Schmid eine Woche in Österreich auf. Schlug die U 17 der Austria 2:0, verlor gegen die von Salzburg 0:6, besiegte die von Vienna 3:0, trifft Dienstag auf Rapid. Scouts aus Deutschland, England, Holland zeigten Interesse am ersten Gastspiel des Nachwuchsteam aus Liberia in Europa, waren daher vor Ort.

Katzer behauptet, dass drei Spieler alle Anlagen mitbringen, um in Europa Karriere zu machen. Was auch das Ziel fast aller afrikanischer Talente ist. Schmid will ihnen ermöglichen, das in die Tat umzusetzen. Ob noch in der Sommertransferzeit Afrikaner auf der Hohen Warte landen werden? Das war im Fall des Aufstiegs eigentlich geplant.

Foto: First Vienna.

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