Fußball

Wurmbrand kann sich über die U 21 für den WM-Kader empfehlen

Letzten Freitag deponierte der ÖFB bei der UEFA seine Bewerbung für die U21-Europameisterschaft 2029, installierte ein internes Projektteam unter externer Leitung. Die übernimmt der ehemalige, langjährige Pressechef des ÖFB, Wolfgang Gramann, der in ähnlicher Rolle auch beim erfolgreichen Kampf um die Ausrichtung der Europameisterschaft 2008 mit der Schweiz tätig war. Bis 21. September hat der ÖFB Zeit, die Bewerbungsunterlagen einzureichen. Nächstes Jahr findet die U 21-EM in Serbien und Albanien statt, die Qualifikationschancen für Österreich sind trotz des unnötigen 0:2-Umfallers gegen Wales in Linz noch intakt, da im November Belgien in Ried 1:0 besiegt wurde. Österreich ist punktgleich mit Belgien und Dänemark Tabellenführer, verteidigt Freitag im Den Breef-Stadion, in dem Leuven, der Zwölfte der belgischen Super League seine Heimspiele austrägt, Platz eins gegen Belgien, muss Dienstag in Ried gegen Weißrussland drei Punkte holen.

Die Vorbereitung lief von Montag bis Donnerstag zur vollen Zufriedenheit von Teamchef Peter Perchtold im ÖFB-Campus Aspern: „Alle sind voll dabei“, bilanzierte er. Der Besuch des ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzenden Josef Pröll am Mittwoch unterstrich die Wertigkeit der U 21, die das Fehlen des verletzten Kapitäns und Abwehrchefs Samson Baidoo verkraften muss. Der Legionär des französischen Tabellenzweiten Lens laboriert an einer Oberschenkelverletzung. Daher sind die anderen drei Innenverteidiger gefordert: Jakob Schöller von Rapid, Jannik Schuster von Red Bull Salzburg und Dominik Vincze, die Rapid-Leihgabe bei Hartberg. „Ersatzkapitän“ statt Bidoo ist Nikolas Sattlberger, als Legionär bei Genk ein Belgien-Experte. Seit Ex-Austria-Trainer Thorsten Fink bei Genk entlassen wurde, läuft es beim Ex-Rapidler nicht mehr so gut: Heuer spielte er nur einmal über 90 Minuten, bei der 1:2-Auswärtsniederlage gegen Meister und Tabellenführer Union St. Gilloise. Den Platz in der belgischen Meistergruppe der ersten sechs verspielt Genk am letzten Wochenende mit einem wilden 5:5 gegen den Vorletzten La Louvière Belgien-Legionär ist auch Oluwaseun Adewumi. Der Offensivspieler kämpft  mit dem Drittletzten Cercle Brügge, der vor zwei Wochen Ralf Rangnicks Assistent Onur Cinel als Trainer beurlaubte, gegen den Abstieg.

Einer kann sich über die U 21 für den WM-Kader empfehlen: Rapid-Stürmer Nikolaus Wurmbrand (Bild). Rangnick verzichtete auf ihn auf Bitten von Perchtold  im Interesse der Qualifikationschancen der U 21. Das macht durchaus Sinn: Mit starken Leistungen in Belgien und gegen Weißrussland würde der 20-jährige Wurmbrand seiner ersten WM-Teilnahme ein Stück näher kommen.

Foto: ÖFB/Dominik Angerer.

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