Fußball

Zu wenig Energie, Siegesserie beendet: Austria muss sich wieder sammeln

Nichts wurde der Neuauflage von vier Austria-Siegen hintereinander. Es blieb bei drei, weil in Altach innerhalb von drei Minuten zwei Tore zur 1:2 (1:2)-Niederlagen kassiert wurden. Der schnelle Ausgleich durch das insgesamt achte Saisontor von Johannes Eggenstein, sein viertes hintereinander, war zu wenig, um etwas aus dem Ländle mitzunehmen. Die Austria blieb auf Platz drei, war in der ersten Hälfte nicht die Austria der letzten Runden.  Das hing sicher auch mit dem Ausfall von Abwehrchef Aleksandar Dragovic wegen einer Virusinfektion zusammen. Ohne ihn wirkte das Abwehrzentrum mit Kang-He Lee, Philipp Wiesinger auf der zentralen Dragovic-Position und Tin Plavotic nicht so gut organisiert. Die eingewechselten Stürmer Romeo Vucic und Kelvin Boateng machten die Austria nicht gefährlicher. Gleich nach Schlusspfiff gab es für Trainer Stephan Helm und Sportvorstand Tomas Zorn Diskussionsbedarf.

Alle Treffer fielen innerhalb von drei wilden Minuten. Beim 0:1 verlor Philipp Maybach, der durch den Dragovic-Ausfall in die Startelf kam, nach einem Eckball von Patrik Greil das Kopfballduell gegen Altachs Innenverteidiger Filip Milojevic, der seit dem Wechsel von Paul Koller zu Sturm erste Wahl ist, zwei Jahre im Nachwuchs von Leverkusen war. Den Ausgleich machte ein Ballgewinn von Abubakr Barry gegen Altachs Kapitän Lukas Jäger möglich. Kurz darauf konnte Wiesinger eine Flanke von Srdan Hrstic nicht verhindern, im Zentrum gab es Abstimmungsprobleme. Daher hatte Rechtsverteidiger Reinhold Ranftl zwei Gegenspieler, „entschied“ sich für den falschen. Daher kam Altachs Linksverteidiger Mohamed Quedraogo frei zum Schuss. Das bedeutete die Niederlage, weil Ranftl im Finish nach Vorarbeit von Eggestein den Sitzer zum Ausgleich vergab. Im Derby traf er ins lange Eck, in Altach nicht.

„Wir müssen uns sammeln, daraus lernen“, meinte Helm, bekrittelte die fehlende Konsequenz bei Konterchancen in der erste Hälfte: „Das schnelle Gegentor nach unserem Ausgleich war extrem ärgerlich. In der zweiten Hälfte hatten wir mehr Energie, waren aber nicht gefährlich genug“ Die Erfolgsbilanz seines Altach-Kollegen Ognjen Zaric ging weiter: In den vier Spielen seiner Ära gab es drei Siege und ein Unentschieden: „Das müssen wir genießen!“

Foto: Gepa/Admiral.

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