Fußball

Zwei wie Kitesihvili und Yalcouye hat Austria nicht: Hoffnung auf positive Energie von den Rängen

Egal, wie Mittwochabend das Spitzenspiel zwischen der Wiener Austria und Tabellenführer Sturm Graz in der wieder vollen Favoritener Generali Arena endet, der Meister bleibt auf Platz eins. Aber ein Heimsieg der Austria würde für einen Dreikampf um den Titel in den letzten fünf Runden sorgen, wenn auch Red Bull Salzburg einen Heimsieg gegen Wolfsberg feiert. Dann hätte Sturm nur noch zwei Punkte mehr als Salzburg und drei als die Wiener Violetten. Die Austria hat in dieser Saison noch nicht gegen die „Blackies“ verloren: In der Bundesliga zweimal 2:2, im Viertelfinale des Uniqa-Pokals sogar in Graz durch Tor von Reinhold Ranftl und Marko Raguz 2:0 gewonnen. Aber kann man der Austria nach vier Spien ohne Sieg mit nur einem erzielten Tor zutrauen, drei Punkte gegen Sturm zu holen?

Wenn man ehrlich ist, dann hat Sturm das bessere Mittelfeld. Das liegt an zwei Legionären: Otar Kiteishvili (Bild) und Malick Yalcoure. Zwar hat Kiteishvili in der Scorerwertung nach elf Toren und vier Assits fünf Punkte weniger als Dominik Fitz mit je zehn Tore und Assists, aber der Georgier ist mehr Persönlichkeit und Unterschiedspieler als der Austrianer. Einen Antreiber im Zentrum wie Everton-Leihgabe Yalcouye hat Austrias Trainer Stephan Helm auch nicht zur Verfügüng.  Weder Kapitän Manfred Fischer noch Abubakr Berry zeigten zuletzt die Qualitäten von Yalcouye. Austrias Hoffnung? Für Helm ist es die positive Energie, die von den Rängen kam. Auch Sonntag bei der 1:3-Niederlage gegen Salzburg trotz des schnellen 0:2-Rückstands. 13.100 Karten waren Dienstagvormittag verkauft: „Wenn wir erneut eine Listung wie gegen Salzburg auf den Platz bringen, dann sind wir nur schwer zu schlagen“, prophezeite Helm.

Tabellenführer Sturm kann wieder den zuletzt gesperrt gewesenen Abwehrchef Gregory Wüthrich aufbieten, in den Schlager wesentlich gelassener gehen als die Austria, die Mittwochabend nur noch Vierteer sein könnte, wenn alles schlecht läuft: Erstmals unter Jürgen Säumel gelangen drei Siege hintereinander, der Treffer von William Böving zum 2:0 gegen Blau Weiß Linz war das 58. in dieser Saison. So viele gelangen den Grazern in 26 Runden zuvor nur 1997/78 in den glorreichen Zeiten unter Ivica Osim und mit Ivo Vastic. 17 Siege in den ersten 26 Spielen gelangen Sturm zuvor auch nur 1997/98.

 

 

 

 

Foto: Gepa Admiral.

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