Fußball

Zweimal Volldampf in vier Tagen ist für Konrad Laimer kein Problem

Marko Arnautovic, Konrad Laimer und Romano Schmid: Die drei, die Montag bei der „Bruno-Gala“ als Legionär des Jahres zur Wahl standen, werden sicher am Donnerstag gegen San Marino erste Wahl sein, wenn der Pflichtsieg auf dem Weg zur WM abgerufen wird. Laimer hat mit Bayern München mit zehn gewonnen Spielen hintereinander zum Saisonstart  den längsten Siegeslauf seiner Karriere hinter sich, in seiner zweiten und letzten Saison bei Red Bull Salzburg 2016/17, waren es zwei weniger. Laimer wird in deutschen Medien derzeit regelrecht gehypt, dennoch hat sich an den Prinzipien des 28 jährigen nichts geändert: „Ich will mit jedem Tag besser werden“. Egal ob mit dem Ball oder gegen den Ball, egal ob beim Flanken, beim ersten Ballkontakt. Laimer sieht bei sich noch oft nach oben. Und hält auch nichts davon, gegen San Marino eventuell einen Gang zurückzuschalten, wenn das Match entschieden ist, um für das schwerere Spiel am Sonntag in Bukarest Kräfte zu sparen: „Zweimal Volldampf über 90 Minuten in vier Tagen, das ist für mich wirklich kein Problem!“ Da ist er ja von den Bayern her gewohnt.

Beim acht Jahre älteren Marko Arnautovic sieht das hingegen anders aus. Nach der Europa League mit Roter Stern Belgrad am Donnerstag in Porto pausierte er Sonntag in der Meisterschaft, weil das Knie schmerzte. Dass er mit 36 kein Spieler mehr für 90 Minuten ist, hat sich herumgesprochen. Gegen San Marino geht es für ihn sicher auch darum, die drei Tore Rückstand auf Toni Polster in der Schützenliste des Nationalteams aufzuholen, vielleicht sogar Polster abzulösen. Dazu müsste Arautovic viermal treffen: „Die WM-Qualifikation ist mir wichtiger als der Rekord“, behauptet er, „es geht nur darum, zu gewinnen. Ob es ein glanzvolelr Sieg wird oder nicht, das zählt nicht!“  Für die 41 Tore im Teamdress benötigte er 129 Länderspiele, Polster hingegen für 44 um 33 weniger, nur 95. Polster versichert , es würde ihm nichts ausmachen, nach 29 jähriger „Regentschaft“ nicht mehr der beste Torschütze von Österreichs Nationalteam zu sein. Wer ihn kennt, weiß, dass dies nicht ganz stimmt.

Ein ehemaliger Trainer von Laimer wird Donnerstag unter den rund 38.0000 Zuschauern im Happel-Stadion sein.: Ralph Hasenhüttl, der bei RB Leiozig vor acht Jahren Laimer als Rechtsverteidiger „entdeckte“. Hasenhüttl hatten den Job bei Leipzig Öserreichs Teamchef Ralf Rangnock zu „verdanken“, der damals Sportdirektor war, ihn engagierte und zwei Jahre später ablöste, als man sich auf keine Vertragverlängerung einigen konnte. In den zwei Saisonen mit Hasenhüttl als Trainer qualifizierte sich Laimer je einmal für die Champions und die Europa League.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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