Fußball

Zweistellig für Austria bei Suche nach Brustsponsor

So „tordeftig“ hätte sich Austrias General Manager Peter Stöger das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Borussia Dortmund sicher nicht gewünscht. Zweistellig sollte die Austria gegen keinen Gegner der Welt verlieren, auch nicht gegen den deutschen Vizemeister, selbst wenn der einige Woche länger im Training steht. Vor 1250 Zuschauern, davon viele im gelben Dortmund-Dress,  gelang problemlos ein noch höherer Sieg  als vier Tage zuvor gegen Altach. Aus sechs Toren Differenz (6:0) wurden neun. Hinweise, dass selbst der FC  Barcelona mit Lionel Messi an einem schwachen Tag acht Tore kassieren kann, wie Freitag bewiesen, sind zwar nett,  aber keine Begründung für Austrias mitunter desaströses Abwehrverhalten. Das 2:11 (1:4) zeigte eines deutlich auf: Personell muss sich in der Defensivabteilung von Violett etwas ändern. Entweder gelingt mit Manchester City eine Einigung über einen neuerlichen Leihvertrag mit  Eric Palmer Brown oder es muss ein Neuer her. Etwas Spielraum müsste im Budget vorhanden sein: Seit Sonntag ist der Wechsel von James Jeggo zu Aris Saloniki in trockenen Tüchern.

Stöger ließ Austria im 4-1-4-1 agieren, setzte 21 Spieler ein, ließ nur Michael Madl durchspielen. Stögers Nachfolger in Dortmund, Lucien Favre, tauschte zur Pause die komplette Mannschaft aus. Gab auch einigen Spielpraxis, die damit im Ernstfall selbst in englischen Wochen nicht rechnen dürfen. In der Bundesliga werden Felix Passlack (22), Answer Knauff (18), Immanuel Pherai (19), Tobias Raschl (20) oder Taylan Duman (23) sicher nicht in Dortmunds Aufstellung zu finden sein.  Aber auch Stöger gab einigen, die letzte Saison bei den Young Violets in der zweiten Liga agierten, die Chance, sich zu präsentieren. In der Startelf dem 18 jährigen ungarischen Offensivgeist Csaba Mester, nach der Pause Johannes Handl (22). Stefan Radulovic (18), Niels Hahn (19), Matthias Braunöder (18) und Aleksandar Jukic (20). Das positivste waren die zwei erzielten Tore: Per Kopf von Christoph Monschein nach einer perfekten Flanke von Heimkehrer Markus Suttner zum 1:2, ein Prachtschuss von Jukic aus 17 Metern unter die Latte zum 2:5.

Im Finish brach die Austria total ein, kassierte zwischen der 73. und 90. Minuten fünf Tore. Eine Begründung: In dieser Phase hatte Dortmund einen Mann mehr, da Benedikt Pichler mit einer Mittelfußverletzung ausgeschieden war, Stöger nicht mehr zurück tauschte. Trotzdem: Dei Austria war viel zu leicht auszuspielen. Dabei blieb ihr Dortmunds Tor-Monster mit Salzburger Vergangenheit, Erling Haaland, erspart. Er wurde geschont. Zudem machten beide Torhüter, sowohl Patrick Pentz als auch noch mehr Ammer Helac in der zweiten Hälfte, nicht die beste Figur. Was noch in Erinnerung bleibt: Die Austria benützte das Match zur Suche nach einem Brustsponsor. Vorne, wo letzte Saison das Unternehmen von Vizepräsident Raimund Harreither zu finden war, stand auf den violetten Trikots kein Name. (Bild oben). Das wirkte fast wie ein Inserat: Sponsor btte melden! Harreither bleibt weiterhin vorne auf den Hosen.

Stöger bezeichnete das bittere Debakel als etwas besonderes, das vor allem den jüngeren Spielern in Erinnerung bleiben wird: „Jetzt wissen sie, dass auf dem Dortmund-Niveau jeder Fehler bestraft wird. In unsere Liga passiert das so nicht!“

 

Foto: FK Austria.

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