Fußball

Zweiter wichtiger Hartberg-Sieg als Belohnung für 1340 Kilometer im Autobus

1340 Kilometer im Autobus für zwei wichtige Siege: Die Bilanz von Hartberg in vier Tagen. Auf das sensationelle 1:0 im Cupsemifinale bei der Austria am Mittwoch folgte Samstag das wichtige 3:1 (1:0) am Innsbrucker Tivoli in der Qualifikationsgruppe gegen WSG Tirol.  Der Cupfinalist kam dem Ziel Klassenerhalt einen Schritt näher, zeigte auch vor leere Tribünen gewinnen zu können. Mittwoch waren es in der ausverkauften Generali-Arena mehr als 14.000, in Innsbruck nur knapp 2000. Am Abend davor sahen am Tivoli 5551 Zuschauer das 4:2 von Landesliga-Tabellenführer Wacker Innsbruck gegen die zweite Mannschaft von WSG Tirol, darunter die WSG Tirol-Präsidenten Diana Langes-Swarovski. Auch diese Zuschauerzahlen bedeuteten eine Niederlage für die den Bundesligisten im Vergleich zum wahrscheinlichen Aufsteiger in die Regionalliga West. Wenn der in diesem Jahr noch sieglose WSG Tirol nicht bald anfängt zu gewinnen, dann droht der Fall in die zweite Liga. In der könnte „daheim“ in Wattens gespielt  werden.

Hartberg kam durch das schnelle erste Tor des Australiers Jad Drew auf die Siegesstraße, um so mehr, als der Salzburger Referee Christoph Jäger, dem Tiroler Mittelfeldspieler Matthäus Taferner in zwei Minuten zweimal Gelb zeigte. Ab der 30. Minute spielte Tirol in numerischer Unterlegenheit, ab der 48. Minute nicht mehr. Da sah Tobias Kainz erstmals in seiner Karriere Rot. Eine Viertelstunde später musste mit David Gugganig wieder ein Tiroler vorzeitig in die Kabine. Mit acht Feldspielern glich Tirol durch Innenverteidiger Jonas David noch aus, kassierte aber in der Nachspielzeit durch Hartbergs Joker Elias Havel und Youbou Diarra die Tore zum 1:3. Havel und Justin Omoregie jubelten nochmals extra für die Fotografen (Bild). Tirols Trainer Philipp Semlic fürchtete im Sky-Interview: „Wir werden bis zum Ende kämpfen müssen, unser Ziel zu erreichen“. Hartbergs Manfred Schmid konnte feststellen: „Es gibt nichts zu jammern!“

Tirol hat als Vorletzter noch einen Punkt mehr als der GAK, der durch das 0:1 (0:0) beim LASK wieder Letzter ist. Kapitän Milos Jovicic verlängerte unbedrängt per Kopf eine Flanke ins eigene Tor, das fünfte Eigentor des GAK in dieser Saison kostete einen Punkt. So gelang es Altach mit dem ersten Sieg in der Bundesliga über Austria Klagenfurt, dem 3:2 (2:2) im Wörtherseestadion, Tirol und Altach zu überhole. Es war erst der zweite Sieg unter Trainer Fabio Ingolitsch, sein Kollege Peter Pacult gestand: „Ich muss mich selber hinterfragen, weil ich gewisse Dinge in den letzten Tagen gesehen habe!“ In der zweiten Liga hat Tabellenführer Admira wieder vier Punkte Vorsprung auf Aufstiegskonkurrent Ried, der Freitag daheim über ein1:1 gegen Amstetten nicht hinauskam. Samstag führte Admira in Wien beim Floridsdorfer AC nach dem 13. Saisontor von Deni Alar zur Pause 1:0, ein Genieblitz des eingewechselten Ex-Rapidlers Christoph Knasmüllner in der 92. Minute brachte den 2:1 (1:0)-Sieg.

Foto: Gepa/Admiral.

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